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Fabel

Das Pferd und das Maulthier

Gottlieb Konrad Pfeffel (1802)


Der im Elsass beheimatete, deutsche Schriftsteller »Konrad Pfeffel (1736-1809) war seit 1759 fast erblindet. Nachdem er in der Zeit der Französischen Revolution sein ganzes Vermögen verloren hatte, versuchte seine Familie mit  Gedichten und Prosaschriften durchzubringen, die er in Almanachen und anderen Zeitschriften veröffentlichte. Zu seinem Werk gehören zahlreiche "politische" Fabeln, mit denen er auf politische und soziale Missstände aufmerksam machen wollte.

Das Pferd und das Maulthier

Wer bist du? sprach ein stolzes Maul
Zu einem braven Ackergaul:
Der dürre Hengst, aus dessen Saamen
Du stammst, lief mit dem plumpsten Farrn
Bald vor dem Pfluge, bald im Karrn.
Mein Vater trug Achillens Namen
Und war Achill, das Lieblingspferd
Des Kaysers, tausend Kronen werth.
Nur an der Spitze seiner Heere,
Nur bey Triumphen ritt er ihn ...
Doch deine Mutter sprach die Mähre,
War die nicht Fräulein Eselin?

(aus: Gottlieb Konrad Pfeffel: Poetische Versuche, Erster bis Dritter Theil, Band 2, Tübingen 1802, S. 87-88 http://www.zeno.org/nid/20005477824)

     
    
   Arbeitsanregungen:
  1. Fassen Sie den Inhalt der Fabel in knappen Worten zusammen.

  2. Überlegen Sie: Welche Lehre enthält die Fabel?
     

 
     
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