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Fabeln von Äsop

Die beiden Frösche


Diese Fabel des  antiken Dichters »Äsop (um ca. 600 v. Chr.) gehört zu seinen bis heute populärsten Werken.

Zwei Frösche, deren Tümpel die heiße Sommersonne ausgetrocknet hatte, gingen auf die Wanderschaft. Gegen Abend kamen sie in die Kammer eines Bauernhofs und fanden dort eine große Schüssel Milch vor, die zum Abrahmen aufgestellt worden war. Sie hüpften sogleich hinein und ließen es sich schmecken.
Als sie ihren Durst gestillt hatten und wieder ins Freie wollten, konnten sie es nicht: die glatte Wand der Schüssel war nicht zu bezwingen, und sie rutschten immer wieder in die Milch zurück.
Viele Stunden mühten sie sich nun vergeblich ab, und ihre Schenkel wurden allmählich immer matter. Da quakte der eine Frosch: »Alles Strampeln ist umsonst, das Schicksal ist gegen uns, ich geb's auf!« Er machte keine Bewegung mehr, glitt auf den Boden des Gefäßes und ertrank. Sein Gefährte aber kämpfte verzweifelt weiter bis tief in die Nacht hinein. Da fühlte er den ersten festen Butterbrocken unter seinen Füßen, er stieß sich mit letzter Kraft ab und war im Freien.

(Quelle: Projekt Gutenberg)

     
    
   Arbeitsanregungen:
  1. Fassen Sie den Inhalt der Fabel in knappen Worten zusammen.
  2. Untersuchen Sie, wie sich die beiden Frösche in der dargestellten Situation verhalten
  3. Überlegen Sie: Inwiefern handelt es sich bei dieser Fabel um eine Parabel?
     
 
     
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