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Dramentheorie des Aristoteles

Theater und Menschen- und Gesellschaftsbild


Das Theater (Tragödie) soll nach Aristoteles als öffentliche Einrichtung zur sittlichen Vervollkommung des Menschen als zoon politikon (Gemeinschaftswesen) in der griechischen Gesellschaft (Polis) beitragen.

Tugenden sind das Mittel, um dieses Ziel zu erreichen. Dabei ist für Aristoteles das Tugend, was in der Regel die Mitte zwischen zwei verschiedenen, mehr oder minder polaren Handlungsalternativen darstellt. (Prinzip der Mitte; z.B. Tapferkeit als Tugend zwischen den Handlungsalternativen Tollkühnheit und Feigheit).

Das Prinzip der Mitte gilt ebenso für das Verhältnis von Kopf und Herz, wie man sagt, bzw. von Verstand und Gefühl. Vor allem darf aber ein Mensch nicht von seinen Leidenschaften (Affekten, "Trieben"), insbesondere wenn diese selbst schon zweifelhaft sind (z.B. Gier), gesteuert und beherrscht werden. Da diese Affekte aber natürlich, im Sinne von naturgegeben, sind, müssen sie "gezügelt" werden. Auf dieses rechte Maß gebracht entfalten die Affekte erst ihre für den Menschen wichtigen existentiellen und sozialen Funktionen.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013
 

 

       
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