Home
Nach oben
Zurück
Weiter
 

 

Schiller zu den "Räubern"

"Vorrede zur zwoten Auflage"

Friedrich Schiller (1782)

 
 
 

Die achthundert Exemplarien der ersten Auflage meiner Räuber sind bälder zerstreut worden, als alle Liebhaber zu dem Stük konnten befriedigt werden. Man unternahm daher eine zwote, die sich von der ersten an Pünktlichkeit des Druks, und Vermeidung derjenigen Zweideutigkeiten ausnimmt, die dem feinern Theil des Publikums auffallend gewesen waren. Eine Verbesserung in dem Wesen des Stüks, die den Wünschen meiner Freunde und Kritiker entspräche, durfte die Absicht dieser Auflage nicht seyn.
Es sind dieser zwoten Auflage zerschiedene Klavierstüke zugeordnet, die ihren Werth bei einem grossen Theil des Musikliebenden Publikums erheben werden. Ein Meister setzte die Arien die darinn vorkommen in Musik, und ich bin überzeugt, daß man den Text bei der Musik vergessen wird.

Stuttgardt den 5. Jan. 1782

D. Schiller

(aus: NA III, S.9, zit. n. Grawe 1976/2006, S.149)


 
Die so genannte "Löwenausgabe" der "Räuber", mit dem Löwen als Titelvignette
und dem mal links mal rechts gewendeten Löwen - es gibt zwei textlich identische,
aber typographisch unterschiedliche Drucke - und dem von Schiller selbst nicht
autorisierten Zusatz "in tirannos" (gegen Tyrannen)
(aus: Könnecke 1905, S.7)

 
       
    
   Arbeitsanregungen:
  1. Was unterscheidet nach Schiller die erste von der "zwoten Auflage" der "Räuber.
  2. Vergleichen Sie die Titelseiten der ersten und der "zwoten Auflage" miteinander.
  3. Was veranlasst den Herausgeber der "zwoten Auflage" wohl zu dieser Titelvignette und dem Zusatz "in tirannos!?

 →Operatorenkatalog des Landes Baden-Württemberg)

 
     
  Textauswahl ]  
   ,

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de