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Friedrich Schiller: Maria Stuart - 5. Akt

Szene V,1

 
 
Die Handlung der Szene V,1 (1. Auftritt) im 5. Akt von Schillers Drama »Maria Stuart« spielt im Zimmer des ersten Aktes in Schloss Fotheringhay.

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Hanna Kennedy ist in Trauerkleidung gekleidet dabei, Pakete und Briefe zu versiegeln. Immer wieder spricht sie stille Gebete und lässt ihren Tränen freien Lauf. Ebenso schwarz gekleidet treten Paulet und Drury mit zahlreichen Bedienten ein, die verschiedene Habseligkeiten Maria Stuarts im Hintergrund abstellen und sich im Anschluss daran mit Paulet und Drury wieder entfernen. Melvil, der ehemalige Haushofmeister Maria Stuarts, trifft seit langer Zeit wieder auf Kennedy, die sich ihren ganzen Jammer von der Seele sprechen will. Doch Melvil, dessen Trauer angesichts der bevorstehenden Hinrichtung ebenso grenzenlos ist, will sie dazu bewegen, Maria gemeinsam  in dieser Stunde des Todes Stütze zu sein. Kennedy kann die Sorgen Melvils um den Zustand Maria Stuarts freilich ausräumen. Sie gebe allen anderen ein Beispiel edler Gefasstheit und werde als Königin und Heldin in den Tod gehen. Im Übrigen sei es nicht die Todesnachricht gewesen, die Maria in ihren letzten Stunden bewegt hätten, sondern die Angst vor ihrem möglichen Befreier Mortimer, dessen Befreiungsaktion sie im Gange wähnten, als im Schloss Lärm angehoben habe. Doch wider Erwarten sei dies nicht der Beginn der Befreiungsaktion, sondern das erste Hämmern für das Todesgerüst gewesen. Maria Stuart habe sich das Wechselbad der Gefühle, in das sie dadurch gestürzt worden sei, nicht anmerken lassen. Im Gegenteil, sie habe Trost im Glauben gefunden. Erst als sie vom Verrat Leicester und dem unglückseligen Opfertod Mortimers erfahren habe und Mitleid für Paulet empfunden habe, der mit dem Tod seines Neffen alles verloren habe, habe sie geweint in ihrer Anteilnahme für das fremde Schicksal. Als Melvil Kennedy bittet, ihn zu Maria Stuart zu bringen, erklärt ihm die Amme, Maria Stuart habe sich nach durchwachter und Nacht im Gebet ein letztes Mal zur Ruhe gelegt. Zuvor habe sie noch einige Zeilen an ihre Freunde gerichtet und ihr Testament verfasst.

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