Friedrich Schiller: Maria Stuart - Vierter Akt

Überblick

 
 
 

Die Handlung des 4. Aktes in  Schillers Drama »Maria Stuart« spielt sich an zwei verschiedenen Orten ab:

  • Vorzimmer von Königin Elisabeth (IV, 1 - IV,4)

  • Zimmer der Königin (IV, 5 - IV,6)

1. Akt > 2. Akt > 3. Akt > 4. Akt > 5. Akt

Szene Figuren Handlung Ort der 
Handlung

IV,1

Leicester (Du), Kent (K), Graf Aubespine (A)

Graf Aubespine will sich nach dem Befinden Elisabeths wegen des misslungenen Attentats erkundigen, muss sich aber im Vorzimmer der Königin von Dudley (Leicester) und Kent vorhalten lassen, dass der Attentäter französischer Untertan gewesen sei.

Vorzimmer der Königin

IV,2 Burleigh (C), Leicester (Du), Kent (K), Davison (Da), Graf Aubespine Graf Aubespine wird von Cecil (Burleigh) wegen seiner Verstrickung in die Attentatsvorbereitung des Landes verwiesen. Die französische Brautwerbung um Elisabeth ist damit erledigt.
IV,3 Burleigh (C), Leicester (Du) Auseinandersetzung zwischen Cecil (Burleigh) und Dudley (Leicester) , bei der Dudley vermutet, dass seine Pläne mit Maria Stuart von Cecil (Burleigh) durchschaut sind.
IV,4 Leicester (Du),  Mortimer (Mo), Wachen Mortimer will Dudley (Leicester) warnen, dass ein Brief Maria Stuarts an Dudley in die Hände von Burleigh gefallen sei. Um seinen Kopf zu retten, verrät Dudley (Leicester) Mortimer, der sich, bevor er von den von Dudley herbeigerufenen Wachen festgenommen werden kann, selbst tötet.
IV,5 Elisabeth (E), Burleigh (C), Leicester (Du) Elisabeth ist über den offenkundigen Verrat Dudleys (Leicester) empört und will ihn zur Rechenschaft ziehen. Cecil (Burleigh) warnt sie, den Rechtfertigungsversuchen und Schmeicheleien Dudleys nicht zu erliegen. Am Ende des Gesprächs verschafft sich Dudley (Leicester) gewaltsam Zugang zur englischen Königin.
IV,6 Elisabeth (E), Burleigh (C), Leicester (Du) Dudley (Leicester) rechtfertigt sein Doppelspiel vor Elisabeth mit seinem Vorhaben, die Verschwörung Mortimers zu enttarnen und den Mordanschlag auf Elisabeth zu vereiteln. Elisabeth hegt zwar weiter Zweifel an Dudleys Version, lässt ihn aber ungeschoren. Dudley und Cecil (Burleigh) werden von Elisabeth beauftragt, die Vollstreckung des Urteils an Maria Stuart zu beaufsichtigen. Zimmer der Königin
IV,7 Elisabeth (E), Kent (K), Leicester (Du) Kent unterrichtet Elisabeth über die Unruhen auf Londons Straßen, wo das aufgebrachte Volk die sofortige Hinrichtung Maria Stuarts fordere.
IV,8 Elisabeth (E), Burleigh (C), Leicester (Du),  Kent (K), Davison (Da) Cecil (Burleigh) und Davison bringen Elisabeth zur Unterzeichnung den ausgefertigten Hinrichtungsbefehl. Elisabeth zögert aber, den Befehl zu unterschreiben und wirkt verunsichert.
IV.9 Elisabeth (E), Leicester (Du), Shrewsbury (T), Burleigh (C), Kent (K), Davison (Da) Talbot (Shrewsbury) fordert Elisabeth auf unter dem Eindruck des Attentats das Todesurteil nicht vorschnell zu unterzeichnen und bittet sie dringend, die Vollstreckung des Urteils weiter hinauszuschieben. Andernfalls könne sie damit ihre eigene Herrschaft in Gefahr bringen. Cecil (Burleigh) verlangt dagegen von Elisabeth, die noch immer schwankt, ihre persönlichen Zweifel angesichts des die Hinrichtung erzwingenden Staatsinteresse zu überwinden. Talbot (Shrewsbury) muss erkennen, dass er den Lauf der Dinge so nicht aufhalten kann.
IV,10 Elisabeth (E) Elisabeth setzt sich in einem Selbstgespräch mit ihrer Lage auseinander und sieht in der Hinrichtung Maria Stuarts das einzige Mittel, ihre Herrschaft dauerhaft zu erhalten. Sie unterschreibt den Hinrichtungsbefehl
IV,11 Elisabeth (E), Davison (Da) In einem beispiellosen Ränkespiel übergibt Elisabeth ihrem Staatssekretär Davison den Hinrichtungsbefehl, ohne ihm - trotz seiner beharrlichen diesbezüglichen Bitten - kundzutun, wie er damit umgehen solle. Sie verweigert damit die letzte Verantwortung für die Durchführung der Hinrichtung.
IV,12 Burleigh (C),  Davison (Da) Cecil (Burleigh) entreißt Davison den unterschriebenen Hinrichtungsbefehl, um die sofortige Vollstreckung des Todesurteils gegen Maria Stuart zu veranlassen.

 

   
     

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