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Friedrich Schiller: Maria Stuart - 1. Akt

Szene I,2

 
 
 
Die Handlung der Szene I,2 (2. Auftritt) im 1. Akt von Schillers Drama »Maria Stuart« spielt in einem Zimmer im Schloss Fotheringhay.

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Am Jahrestag der Ermordung ihres vorletzten Mannes, Lord Darnley, betritt Maria den Raum und beendet damit das Streitgespräch zwischen Hanna Kennedy und Amias Paulet. Sie trägt als äußere Zeichen der Trauer und Buße einen Schleier vor dem Gesicht und in der Hand ein Kruzifix. Ohne sichtbare Zeichen äußerer Erregung nimmt sie zur Kenntnis, was gerade vorgefallen ist. Ungebrochen und voller Stolz gibt sie zu verstehen, dass der Verlust materieller Insignien königlicher Würde nicht zugleich den Verlust dieser Würde selbst bedeutet. Paulet bittet sie, Elisabeth einen Brief überbringen zu lassen, der sich unter den von Paulet beschlagnahmten Papieren befindet. In diesem Brief bittet sie Elisabeth, mit der sie bis dahin noch nie persönlich Kontakt hatte, um eine Unterredung und zugleich um den Besuch eines katholischen Priesters. Im Gespräch mit Paulet macht sich Maria auch um ihre Zukunft Gedanken. Denn einen Monat zuvor hat sie in einem Prozess, der gegen sie angestrengt wurde, ausgesagt.  Allerdings hat sie bis zu diesem Zeitpunkt keine verlässlichen Informationen über den Ausgang des Gerichtsverfahrens gegen sich. Schlimmste Befürchtungen, unter Umständen gar das Opfer eines heimtückischen Mordanschlags zu werden, veranlassen sie, sich mit ihrem Testament zu befassen. Zugleich drängt sie Paulet, ihr das Urteil des Gerichts mitzuteilen. Paulet verweigert dies, seine Antwort aber, Maria solle ihre Rechnung mit dem Himmel machen, bestätigt sie in ihren düsteren Vorahnungen. Allerdings glaubt sie im Vertrauen auf ihre königliche Würde nicht an die Vollstreckung eines möglichen Schuldspruchs gegen sich.

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