Friedrich Schiller: Maria Stuart - Erster Akt

Überblick

 
 
 

Die Handlung des 1. Aktes in  Schillers Drama »Maria Stuart« spielt in einem Zimmer im Schloss Fotheringhay, wo Maria Stuart inhaftiert ist.

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Szene Figuren Handlung Ort der 
Handlung

I,1

Paulet (P), Kennedy (Ke), Drugeon Drury (Dr)

Die Bewacher der im englischen Schloss Fotheringhay gefangen gesetzten schottischen Königin Maria Stuart, Paulet und Drugeon Drury, durchsuchen in Anwesenheit von Marias Amme,  Hanna Kennedy, das Zimmer Marias. Sie finden dabei in einem Versteck Briefe Marias. In einem Streitgespräch geraten Kennedy und Paulet über die Haftgründe und Haftumstände Maria Stuarts aneinander.

Zimmer im Schloss Fotheringhay

I,2 Maria Stuart (M), Paulet (P), Kennedy (Ke) Maria Stuart erfährt durch Kennedy von der Durchsuchung und der Beschlagnahmung ihrer letzten persönlichen Habe. Da sie noch keine Auskunft über den Ausgang des Prozesses gegen sie hat, fürchtet sie einen Mordanschlag. Sie gibt Paulet den Auftrag, der englischen Königin Elisabeth einen Brief zu überbringen, in der sie um eine persönliche Unterredung bittet.
I,3 Maria Stuart (M), Paulet (P), Kennedy (Ke), Mortimer (Mo) Mortimer, der Neffe Paulets, unterbricht das Gespräch, ohne Maria Stuart zu beachten, und berichtet Paulet, dass nach ihm gesucht werde. Paulet verlässt daraufhin mit Mortimer den Raum.
I,4 Maria Stuart (M),  Kennedy (Ke) In einer Art "Beichtgespräch" gesteht Maria Stuart ihrer Amme Kennedy am Jahrestag der Ermordung ihres schottischen Gatten Darnley, ihre Verstrickung und Schuld. Kennedy erklärt ihr, dass sie diese Schuld bereits abgebüßt habe und ihr von der Kirche vergeben worden sei.
I,5 Maria Stuart (M), Kennedy (Ke), Mortimer (Mo) Mortimer kommt offensichtlich in anderer Absicht als zuvor zurück und bedeutet Maria Stuart , dass er sie alleine sprechen will. Kennedy soll draußen aufpassen.
I,6 Maria Stuart (M), Mortimer (Mo) Kennedy (Ke), Mortimer und führt mit Maria Stuart, während Kennedy vor der Türe wacht, ein Gespräch unter vier Augen. Von Mortimer erfährt Maria Stuart den Schuldspruch des Gerichts. Er berichtet Maria Stuart von seiner Abkehr vom protestantischen Glauben, von seinem Rom- und Frankreichaufenthalt und von seiner Entschlossenheit, Maria Stuart gewaltsam zu befreien. Maria Stuart will aber, dass er mit Lord Leicester Kontakt aufnimmt, von dessen Einflussnahme auf Elisabeth sie sich allein Rettung erwartet. Als Kennedy aufgeregt das Eintreffen von Lord Burleigh ankündigt, bricht das Gespräch ab. Mortimer und Kennedy verlassen den Raum.
I,7 Maria Stuart (M), Paulet (P), Wilhelm Cecil Baron von Burleigh (C) Cecil (Burleigh) will in Begleitung von Paulet Maria Stuart den Urteilsspruch verkünden. Diese bestreitet aber die Legitimität des Gerichtsverfahrens gegen sich und klagt ihn und die anderen Richter an, im Verfahren gegen sie selbst das Recht gebeugt zu haben. So habe man ihr die ihr nach englischem Recht zustehenden Rechtsmittel nicht gewährt. Gegen die anklagenden Worte Maria Stuarts kann sich Cecil (Burleigh) mit Argumenten kaum wehren. Unter Berufung auf ein gegen Maria Stuart erlassenes Gesetz gibt er ihr den Urteilsspruch des Gerichts bekannt, das für die ihr zur Last gelegten Verbrechen die Todesstrafe vorsieht.
I,8 Paulet (P), Wilhelm Cecil Baron von Burleigh (C) Nach dem Abgang Maria Stuarts äußert Paulet gegenüber Cecil (Burleigh) sein Verständnis für die Vorwürfe Maria Stuarts. Wie sie beklagt er die nach englischem Recht keineswegs rechtmäßige Durchführung des Verfahrens. Cecil (Burleigh) will, um Elisabeth die Möglichkeit der öffentlichen Begnadigung ihrer Konkurrentin zu geben, Paulet in grundsätzlicher Übereinstimmung mit dem Willen Elisabeths für einen Meuchelmord an der schottischen Königin gewinnen, um damit der Sache ein Ende zu machen. Dies wird von Paulet entschieden abgelehnt.

  

   
     

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