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Portfolio: Nathan der Weise

Allgemeine Hinweise

 
 
  Am Anfang jeder →Portfoliarbeit im Unterricht muss geklärt werden, um welche Art von Portfolio es sich bei dem als längerfristig und weitgehend eigenverantwortlich organisierten Projekt handeln soll. Dabei ist festzulegen, ob es sich um ein prozess- oder ergebnisorientiertes Portfolio handeln soll.
  • Prozessorientierte Portfolios sollen den Prozess des Lernens und die damit verbundenen Lernfortschritte dokumentieren. Die im Portfolio (Sammlung, Mappe) enthaltenen Arbeiten umfassen dabei schriftlich fixierte Vorüberlegungen und erste Entwürfe ebenso wie Reflexionen über Lernfortschritte und Hindernisse im Lernprozess selbst. Im Zentrum solcher Portfolios steht neben dem Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten die Entwicklung metakognitiver Fähigkeiten, mit denen der Lernende eigenverantwortlich und/oder mit Unterstützung der Lerngruppe oder des Lehrers das eigene Lernen zu steuern lernt (Selbstreflexivität und eigenverantwortliche Lernkontrolle).

  • Produkt- oder ergebnisorientierte Portfolios stellen im Allgemeinen Sammlungen von Arbeiten dar, die einem Schüler bzw. einer Schülerin im Verlauf eines Lernprozesses besonders gut gelungen sind oder für diesen Lernprozess nach Ansicht des Lernenden besonders bedeutsam gewesen sind. Dabei geht es also mehr um die Beurteilung der Qualität der Arbeiten als um die Reflexion des Lernprozesses. Die nötigen Auswahlentscheidungen darüber zu treffen, was in das Portfolio aufgenommen werden soll und was nicht, und ihre Begründung stellen dabei hohe Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler, denen sie  nicht immer ohne Weiteres gewachsen sind. In solchen Fällen benötigen sie Unterstützung, um die erforderlichen Qualitätsmaßstäbe zu entwickeln, mit denen sie an die Produktion ihrer Werke gehen und die Beurteilungen vornehmen können. Erst dann ist wohl eine schriftliche Fixierung der Auswahlentscheidungen möglich.

Das hier vorgestellte Portfolio zu Lessings Drama »Nathan der Weise« " versteht sich als ein produktorientiertes Portfolio und stellt im engeren Sinn ein Beurteilungsportfolio dar, das am Ende zur Leistungsmessung und Notengebung herangezogen werden kann. Dabei setzt sich die Note aus verschiedenen Einzelleistungen zusammen, die im Zuge eines zeitlich längeren Arbeitsprozesses erbracht werden müssen, wobei - wo immer möglich und sinnvoll - dem Verfasser die Möglichkeit gegeben werden soll, zwischen verschiedenen Aufgaben zu wählen und/oder unterschiedliche Lernzugänge zu den jeweiligen (Schreib-)Aufgaben zu ermöglichen. Die Einzelleistungen, die im Rahmen der Portfolioarbeit erbracht werden sollen, betreffen sowohl Form und Inhalt des Einzelportfolios.

Die am Beispiel eines Portfolios zum Roman "Der Vorleser" von Bernhard Schlink auf der teachSam-Webseite entwickelten und dargestellten Aspekte gelten gleichermaßen für die Portfolioarbeit Lessings Drama "Nathan der Weise"

1. Wie soll das Portfolio gestaltet sein?

Das Portfolio soll mit der Textverarbeitung am Computer erstellt werden. Dabei gelten folgende Layout-Kriterien:

Schriftart: Times New Roman, 12 pt

Überschriften 1. Ordnung:  Arial 14 pt fett

Überschriften 2. Ordnung:  Arial 12 pt, fett

Zeilenabstand: eineinhalbfach

  • Seiteneinrichtung

  • Titelblatt und Inhaltsverzeichnis

Das Portfolio beginnt mit einem Titelblatt, das wie in der folgenden Darstellung zu gestalten ist Das zweite Blatt des Portfolio enthält das Inhaltsverzeichnis. Es ist wie folgt zu gestalten. Dabei stellen die unter 1. und 2. gemachten Einträge nur Beispiele dar.

 

2. Was gehört ins Portfolio?

Im Portfolio werden sämtliche Unterlagen und selbst erstellten Texte und Materialien während der Portfolio-/Unterrichtseinheit abgeheftet bzw. aufbewahrt. Es dient damit zur Dokumentation der im Rahmen der Unterrichtseinheit durchgeführten Arbeits- und Lernprozesse. Die Beurteilung orientiert sich an den Kriterien, die für die formgerechte und inhaltsadäquate Abfassung von Texten gelten (z. B. schulische Schreibformen wie Protokoll, Inhaltsangabe, Texterörterung u. ä.) sowie den besonderen Kriterien, die für die Portfolioarbeit im Besonderen gelten. Hinzu kommt die Beurteilung der sachgerechten Anwendung von Arbeitstechniken wie Erstellen von Mind Maps oder das Konspektieren (z. B. Markierungen und Hervorhebungen in einem Text und das Anbringen von Randverweisen bzw. -bemerkungen) bei der inhaltlichen Erfassung eines Textes.

Die Materialien werden am Ende nach thematischen Gesichtspunkten geordnet und die Seiten durchnummeriert. Mit dieser Seitenzahl werden sie am Ende lückenlos ins Inhaltsverzeichnis des Portfolios übernommen.

Zu den selbst erstellten Materialien und Texten gehören:

Die schriftlichen Ausarbeitungen müssen, sofern es sich nicht um handschriftliche Skizzen und Entwürfe handelt, unter Beachtung der Layoutkriterien mit der Textverarbeitung erstellt werden.

Werden andere Quellen herangezogen, z. B. aus dem Internet, müssen diese Quellen in einem Quellen- bzw. Literaturverzeichnis aufgelistet und bei wörtlichen oder sinngemäßen Übernahmen im eigenen Text als Zitate unter Angabe der Quelle kenntlich gemacht werden. Andernfalls handelt es sich um Plagiate, die die ansonsten erbrachte Leistung beträchtlich mindern können. (vgl. Plagiate aus dem Internet)

Internet-Recherchen müssen mit den Suchbegriffen dokumentiert werden und die ersten beiden Seiten des Suchergebnisses müssen ausgedruckt und dem Portfolio beigefügt werden.

Werden Sekundärquellen herangezogen - dies gilt insbesondere für Lektürehilfen und Internetquellen - müssen diese als Ausdruck oder Kopie im Portfolio – wenn sie das Maß von 3 Seiten nicht überschreiten - abgeheftet werden. Ihre Berücksichtigung als Arbeitsleistung im Beurteilungsportfolio erfolgt allerdings nur dann, wenn das Material deutliche Zeichen der Texterarbeitung (Konspektieren, Markierungen und Hervorhebungen, Unterstreichungen, Randbemerkungen) aufweist. Darüber hinaus werden die Sekundärquellen in das Literaturverzeichnis übernommen.

Der Dramentext selbst in seiner Lektüreausgabe und damit auch die an ihm mit Markierungen und Randbemerkungen nachvollziehbare Textarbeit ist Bestandteil des Beurteilungsportfolios und muss mit der Portfolio-Mappe vorgelegt werden.

Bei einer in der Gruppe durchgeführten Portfolioarbeit muss die am Ende von der Arbeitsgruppe vorgestellte Präsentation so gestaltet sein, dass die Texte, Materialien usw. dem einzelnen Bearbeiter in seinem individuellen Einzelportfolio zugeordnet werden können, da die individuelle Leistung berücksichtigt werden muss.

Die vom Einzelnen erstellten Protokolle über die Gruppenarbeit werden im Portfolio gesammelt. Dabei ist bei der Gestaltung des Protokolls auf eine einheitliche Form zu achten. (vgl. Protokollvorlage für handschriftliche Eintragungen)

Selbstbeurteilungen sind stets in ganzen Sätzen abzufassen. Sie reflektieren zu verschiedenen Zeitpunkten (mindestens 3, davon eine am Schluss) den Lern- und Arbeitsprozess. Daher sollten sie möglichst differenziert und nicht zu kurz ausfallen.

Mit der Authentizitätserklärung erklärt der Verfasser des Portfolios, dass er für alle Dokumente in seinem Portfolio, die er nicht völlig eigenständig erarbeitet hat, eine Quellenangabe angegeben hat. Dieser Quellennachweis muss als wörtliches oder sinngemäßes Zitat kenntlich gemacht werden. Die Authentizitätserklärung lautet etwa:

"Ich erkläre hiermit, dass ich das Portfolio allein und ohne fremde Hilfe erarbeitet habe. Längere sinngemäße oder wörtliche Übernahmen sind entsprechend gekennzeichnet und sämtliche verwendeten Quellen im Quellen- bzw. Literaturverzeichnis aufgeführt.
(Eigenhändige Unterschrift, Datum)"
 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 25.03.2016

 
 
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