teachSam- Arbeitsbereiche:
Arbeitstechniken - Deutsch - Geschichte - Politik - Pädagogik - PsychologieMedien - Methodik und Didaktik - Projekte - So navigiert man auf teachSam - So sucht man auf teachSam - teachSam braucht Werbung


deu.jpg (1524 Byte)

 

Die Figur der Sittah in Lessings Nathan der Weise

Überblick


FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Literarische Gattungen Dramatische Texte Autorinnen und Autoren Gotthold Ephraim Lessing   Nathan der Weise
teachSam-YouTube-PlaylistÜberblick Gesamttext (Recherche-/Leseversion) Entstehungsgeschichte Historischer Hintergrund  Aufbau des Dramas ▪ Handlungsverlauf Wichtige Motive ▪ Figurenkonstellation  ▪ Figurenkonzeption ● Einzelne Figuren Nathan Recha Daja Tempelherr Saladin [ Sittah Überblick ◄ ▪ Auftritte Sittahs im Szenenschema  Bausteine ] Al-Hafi Patriarch Klosterbruder Emir Sprachliche Form: Blankvers Rezeptionsgeschichte ▪ Textauswahl ▪ Portfolio ▪ Klassenarbeiten / Klausuren ▪ Links ins Internet ▪ Bausteine Schreibformen Operatoren im Fach Deutsch
 

docx-Download - pdf-Download

Figurengestaltung in dramatischen Texten
Kontrast- und Korrespondenzbeziehungen der Figuren
Figurenkonstellation
Konfiguration
Figurenkonzeption
Figurencharakterisierung
Literarische Charakteristik

Sittah-Szenen im Dramentext von Lessing
Sittah im Rahmen der Szenenanalysen

Sittah tritt in Lessings Drama »Nathan der Weise« im 2. - 5. Akt in insgesamt 10 Szenen auf, davon in einer ohne eigenen Gesprächsanteil (IV,4) 

Dabei tritt sie in ▪ 6 verschiedenen Konfigurationen während des Dramas auf und ist an ▪ 10 verschiedenen Szenen (ab dem 2. Akt) beteiligt.

Kurzüberblick: Sittah im Handlungsverlauf des Dramas

Sittah ist im Rahmen der ▪ Figurenkonstellation des Dramas die Schwester ▪ Saladins und, wie sich erst später im Verlauf der ▪ analytischen Dramenhandlung nach und nach herausstellt, auch die ▪ Tante des ▪ Tempelherrn und ▪ Rechas.

Sie hilft ihrem Bruder ohne dessen Wissen mit Gewinnen, die dieser ihr für ihre Siege über ihn beim Schachspielen zukommen lässt, die Kosten für den aufwändigen Hof des Sultans zu bestreiten, dessen Kassen angesichts der Tatsache, dass erwartete  Tributzahlungen aus Ägypten noch nicht eingetroffen sind (sie treffen später aber ein: ▪ V,2) offenkundig leer sind.

Sie rät ihrem Bruder, nachdem dieser von seinem Schatzmeister ▪ Al-Hafi erfahren hat, dass ihn nur die Hilfe seiner Schwester finanziell noch über Wasser hält (▪ II,2), zu, bei dem wohlhabenden Juden Nathan mit einer Falle Geld zu leihen (▪ II,3). Als dieser kurz vor dem Zusammentreffen noch einmal zögert, Nathan mit der offenkundig von Sittah ausgedachten Fangfrage nach der wahren Religion unter Druck zu setzen (▪ III,5) räumt sie seine Bedenken mit dem Vergleich aus, dass auch der Löwe bei der Jagd gerne auf die Listigkeit des Fuchses zurückgreift.

Unter ihren verschiedenen Juwelen findet sie zufällig ein Bild, das ihren gemeinsamen, aber verschollenen Bruder Assad zeigt (▪ IV,3), das sie mit dem ▪ Tempelherrn vergleichen wollen. Dieser hatte Nathan am Ende ihres Gesprächs (▪ III,7) aufgefordert, ihn bei seinem nächsten Besuch im Palast mitzubringen. Diesen hat er wohl nur deshalb begnadigt, weil er ihn an seinen verschollenen Bruder Assad erinnert hat. Als er mit Nathan über ihn spricht, kommt ihm, die Idee, den Tempelherrn auch seiner Schwester zu zeigen, die Assad selbst nie gekannt hat. Da Nathan in Kontakt mit dem Tempelherrn steht, fordert er ihn auf, ihn in den Palast mitzubringen. (▪  III,7)

Doch der Tempelherr, dessen Heiratsantrag für ▪ Recha von ▪ Nathan abgeblockt worden ist (III,9), erscheint allein im Palast, um seine Klage gegen Nathan vorzubringen, dem er vorwirft, als Jude ein Christenkind (Recha) zu einem anderen Glauben gezwungen habe. (IV,4). ▪ Sittah liegt während des Gesprächs zwischen ihrem Bruder und dem ▪ Tempelherrn auf dem Sofa und greift nicht in die Unterhaltung der beiden Männer ein. Dass Saladin ihm am Ende verspricht, dafür zu sorgen, dass er Recha heiraten könne, ist auch im Sinne Sittahs (IV,5). Zugleich verlangt er vom Tempelherrn noch einmal gemeinsam mit Nathan vor ihm zu erscheinen.(IV,4).

Nach dem Abgang des Tempelherrn (IV,5) bestätigt Sittah ihrem Bruder Saladin, dass das von ihr gefundene Bild von Assad und der Tempelherr eine große Ähnlichkeit aufweisen. Zugleich hält sie ihm vor, dass er die Gelegenheit nicht hinreichend genutzt habe, sich nach den Eltern des Tempelherrn zu erkundigen. Es sei doch nicht auszuschließen, so deutet sie an, dass bei den ihrem Bruder Assad seinerzeit nachgesagten besonderen Vorlieben für "hübsche Christendamen" noch eine Überraschung ans Tageslicht kommen könne. Für den Rat Sittahs, Recha unter seine eigene Vormundschaft zu nehmen, kann sich Saladin allerdings nicht recht erwärmen. Dennoch erlaubt er Sittah, ▪ Recha in den Palast zu beordern, allerdings müsse dabei jeder Eindruck vermieden werden, man wolle Nathan von Recha gewaltsam trennen. (IV,5

Nachdem ▪ Recha die Wahrheit erfahren hat, trifft sie in deren Harem mit Sittah zusammen. In ihrem Gespräch erfährt Sittah von ihr, dass sie große Angst habe, ihren Vater Nathan zu verlieren. Als Sittah Näheres erfahren will, teilt ihr Recha mit, dass sie von Daja auf dem Weg in den Palast damit konfrontiert worden sei, dass Nathan überhaupt nicht ihr Vater und sie selbst eine Christin sei. In ihrer Verzweiflung wirft sie sich Sittah zu Füßen, wird aber sogleich von dieser gebeten, sich wieder zu erheben, da Saladin Sittahs Harem betritt. (V,6 ) Dieser verspricht ihr unter dem Hinweis, dass die Blutsverwandtschaft nicht allein maßgebend sein könne , ihr den Vater nicht zu nehmen. (V,7) Da er es aber im wesentlichen bei Andeutungen belässt, selbst die Rolle ihres Vaters zu übernehmen, versucht Sittah ihn anzuspornen, sich Recha unmittelbar zu erklären und die Vormundschaft zu übernehmen. Doch Saladin hält sie hin, zumal er hinsichtlich der künftigen Verbindung Rechas mit dem Tempelherrn kein ernsthaftes Problem sieht.

Nachdem auch Nathan und der Tempelherr dazugekommen sind, enthüllt Nathan die die Verwandtschaft von Recha und dem Tempelherrn. Beide werden von  Saladin als die Kinder seines verschollenen Bruders Assad anerkannt. (V,8) Sittahs Wunsch, die Liebe zwischen Recha und dem Tempelherrn zu ermöglichen, geht damit nicht in Erfüllung, zugleich zeigt sie sich im Kreise der anderen glücklich und zufrieden über die Wiederzusammenführung der Familie. (V,8)

docx-Download - pdf-Download

Figurengestaltung in dramatischen Texten
Kontrast- und Korrespondenzbeziehungen der Figuren
Figurenkonstellation
Konfiguration
Figurenkonzeption
Figurencharakterisierung
Literarische Charakteristik

Sittah-Szenen im Dramentext von Lessing
Sittah im Rahmen der Szenenanalysen

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 03.05.2021

 
 

 
ARBEITSTECHNIKEN und mehr
Arbeits- und Zeitmanagement Kreative Arbeitstechniken Teamarbeit ▪ Portfolio ● Arbeit mit Bildern  Arbeit mit Texten Arbeit mit Film und VideoMündliche Kommunikation Visualisieren Präsentation Arbeitstechniken für das Internet Sonstige digitale Arbeitstechniken 
 

 
  Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA)
Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von
externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de
-
CC-Lizenz