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Lessing: Nathan der Weise - 5. Akt

« Szene V,3 »

Der Tempelherr reflektiert über sein Verhalten gegenüber Nathan


 

 
FAChbereich Deutsch
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Die Handlung der Szene V,3 (3. Auftritt) im 5. Akt von Lessings Drama »Nathan der Weise« spielt unter den Palmen vor Nathans Haus (Handlungsort).   
 

 

Von seiner Audienz bei Saladin zurückgekehrt, wartet der Tempelherr unter den Palmen vor Nathans Haus, um Nathans verbindliche Antwort auf seinen Heiratsantrag zu erhalten. Die Belehrung, die ihm Saladin erteilt hat, wirkt noch deutlich nach, so dass er sich darüber ärgert, wie er sich Nathan gegenüber verhalten hat. Er will es nicht wahrhaben, dass er selbst, mehr als er in seiner Wut noch Nathan zugeschrieben hat, von blindem religiösen Fanatismus und Intoleranz getrieben worden sein könnte. Klar steht ihm vor Augen, dass gerade das, was ihn an Recha so fasziniert, Einflüsse ihres jüdischen Vaters und einer jüdischen Erziehung sind. Denn der rein äußerlichen Attraktivität christlicher Frauen, das weiß er aus Erfahrung, ist er bis dahin niemals erlegen. Während er sich selbst beschwört, endlich seine Enttäuschung zu überwinden und auf Saladins Vermittlung zu vertrauen, sieht er Nathan mit dem Klosterbruder kommen. Er nimmt daher an, dass Nathan doch vom Patriarchen entdeckt worden sei und er dies verschuldet habe. Er macht sich deshalb Vorwürfe, will sich aber auf die neue Situation einstellen und mit Nathan noch einmal unter vier Augen sprechen.

V,2 < V,3 > V,4

 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 08.08.2018

     
 

 
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