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Lessing: Nathan der Weise - 1. Akt

Szene I,1 »

Nathan im Gespräch mit Daja über den Brand in seinem Haus und die Rettung Rechas


 

 

 
FAChbereich Deutsch
Center-MapFachbegriffe des Deutschunterrichts Literatur Autorinnen und Autoren Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise
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Die Handlung der Szene I,1 (1. Auftritt) im 1. Akt von Lessings Drama »Nathan der Weise« spielt in einem Flur in Nathans Haus. (Handlungsort).

Nathan, ein reicher jüdischer Kaufmann, kommt von einer längeren, erfolgreichen Geschäftsreise nach Babylon ins Jerusalem des 12. Jahrhunderts zurück. Zu Hause angelangt, wird er von Daja, der christlichen Gesellschafterin seiner Tochter Recha begrüßt. Von ihr erfährt er, dass seine Tochter Recha während seiner Abwesenheit beim Brand seines Hauses beinahe ums Leben gekommen wäre, wenn sie nicht noch in letzter Minute von einem Tempelherrn vor den Flammen gerettet worden wäre. Dieser christliche Tempelherr sei nach seiner vordem erfolgten Gefangennahme vom moslemischen Sultan Saladin überraschend begnadigt worden. Über dessen Beweggründe mutmaße man, Saladin habe im Tempelherrn das Ebenbild seines verschollenen Bruders Assad gesehen. Allen unternommenen Versuchen Rechas und Dajas zum Trotz habe der Tempelherr nach seiner Rettungstat allerdings ziemlich schroff jeden Dank und jede weitere Kontaktaufnahme abgelehnt und sei seit einiger Zeit nicht mehr zu sehen. Allerdings sei Recha seitdem in Schwärmerei verfallen und nehme an, dass sie von einem Engel gerettet worden sei. Nathan ist, wie aus Bemerkungen während des Gesprächs hervorgeht, nicht Rechas leiblicher Vater. Nach dem Bericht Dajas ist er nun entschlossen, Recha von ihrem naiven Engelsglauben, der von Daja als Christin durchaus unterstützt wird, durch eine vernunftgemäße, rationale Herangehensweise an das Geschehen zu befreien.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 12.08.2018

     
 

 
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