teachSam- Arbeitsbereiche:
Arbeitstechniken - Deutsch - Geschichte - Politik - Pädagogik - PsychologieMedien - Methodik und Didaktik - Projekte


deu.jpg (1524 Byte)

Akte in Lessings Nathan der Weise

Szenenüberblick


 

 

 
FAChbereich Deutsch
Center-MapFachbegriffe des Deutschunterrichts Literatur Autorinnen und Autoren Gotthold Ephraim Lessing: Nathan der Weise
Center-Map teachSam-YouTube-PlaylistÜberblick Gesamttext (Recherche-/Leseversion) "Friede, das ist so was von 90er" Entstehungsgeschichte Historischer Hintergrund Aufbau des Dramas  ▪ Handlungsverlauf: - Inhalt im Überblick -  Komposition des Dramas - Analytische Dramenstruktur Akte: Inhaltsüberblick (I,1 - V,8) - Szenenüberblick - Akt-/Szenenschema - 1. Akt - 2. Akt - 3. Akt - 4. Akt - 5. Akt - Orte der Handlung - Bausteine ◄ - Inhalt Bausteine Wichtige Motive  ▪ Figurenkonstellation  ▪ Figurenkonzeption  ▪ Einzelne Figuren  ▪ Sprachliche Form: Blankvers  ▪ Rezeptionsgeschichte  ▪ Textauswahl  ▪ Portfolio: Nathan der Weise  ▪ Klassenarbeiten / Klausuren  ▪ Links ins WWW  ▪ Bausteine LinguistikSchreibformen RhetorikFilmanalyseOperatoren im Fach Deutsch

 
 
Die Handlung von Lessings Drama »Nathan der Weise« spielt sich in 5 Akten (Aufzüge) ab. Die Konfiguration der Figuren kann in Form eines Szenenschemas dargestellt werden.


1. Akt - 2. Akt - 3. Akt - 4. Akt - 5. Akt  
 

 1. Akt
 

Szene

Figuren

Handlung

Ort der 
Handlung

I,1

Nathan (N), Daja (D)

N erfährt bei seiner Ankunft von dem Brand und der Rettung Rechas (R) durch den Tempelherrn (T).

Flur in Nathans Haus

I,2

N, Recha (R), D

N kann R von ihrem Glauben an die Rettung durch einen Engel befreien.

I,3

N, Al-Hafi (A), 

A kann N nicht dazu bewegen, dem Sultan Saladin (S) Geld zu leihen.

I,4

N, D

D berichtet N, dass der T sich unter den Palmen aufhalte.

I,5

T, Kloster-
bruder
(K)

T weist die im Auftrag des Patriarchen (P) vom K überbrachte Aufforderung, als Spion gegen S zu agieren und ihn zu ermorden, zurück.

Ein Platz mit Palmen

I,6

D, T

T weist die von D überbrachte Einladung durch N zurück

 

2. Akt
 

Szene

Figuren

Handlung

Ort der 
Handlung

II,1

Saladin (S), Sittah (Si)

S äußert sich während des Schachspiels mit Si über  seine Heiratspläne für seine Schwester Si und seinen Bruder Melek, um weiteren Krieg zu verhindern. S räumt ein, dass Kriegskasse leer ist.

Palast des Sultans

II,2

S, Si, A

S gibt A den Auftrag, irgendwo Kredit aufzunehmen. A kann dem in der Luft liegenden Befehl, dies bei N, von dem er weiß, dass der dies nicht will, tun zu müssen, gerade noch ausweichen.

II,3

S, Si

Si berichtet S vom Reichtum und der Weisheit von N und deutet an, dass sie einen "Anschlag" auf ihn plane.

II,4

N, R, D

N wartet mit R, dem ihre Schwärmerei für den T klar ist, auf den T. Als er kommt, ziehen sich R und D ins Haus zurück.

Vor dem Haus Nathans, wo es an Palmen stößt

II,5

N, T

Bei ihrer ersten Begegnung wird N zunächst von dem T schroff behandelt. Aber allmählich wird dieser von N für sich eingenommen; am Ende schließen N und T Freundschaft.

II,6

N, T, D

D unterbricht das Gespräch von N und T und berichtet N von seiner Einbestellung bei S.

II,7

N, T

N will S nun doch Geld leihen und bei S die Rede auch auf das weitere Schicksal des T bringen. Als T seinen Namen "Curd von Stauffen" nennt, erinnert er sich an einen früheren Freund namens Wolf von Filnek, dem der T ähnlich sieht.

II,8

N, D

N teilt D mit, dass R den T noch am selben Tag sehen werde.

II,9

N, A

A verabschiedet sich nach seinen erfolglosen Versuchen, Geld für S aufzutreiben, und wird Bettelmönch; zugleich warnt er N davor, S doch noch Kredit zu gewähren.

 

3. Akt
 

Szene

Figuren

Handlung

Ort der 
Handlung

III,1

R, D

R und D warten auf den Besuch des T. R macht D's Hoffnungen darauf, dass der T R nach Europa (zurück-)bringen könne, zunichte.

In Nathans Haus

III,2

R, D, T

T wehrt ab, als R ihm dankbar zu Füßen fallen will. In ihrer Gegenwart wird T verwirrt und verlässt angesichts seiner aufkommenden Gefühle für R fluchtartig den Raum.

III,3

R, D

R vergewissert sich im Gespräch mit D selbst über ihre innere Zuneigung statt bloßer Schwärmerei und Leidenschaft für den T.

III,4

S, Si

S artikuliert seine innere Ablehnung des von Si entwickelten "Anschlags" auf N. Im Zwiespalt stimmt er zu, N auf die Probe zu stellen und damit unter Druck zu setzen.

Ein Audienzsaal im Palast Saladins

III,5

N, S

N, der von S nicht aufgefordert wird, ihm Geld zu leihen, und S sprechen über Klugheit und Weisheit, bis S ihm die Frage stellt, welcher Glaube ihm am meisten einleuchte.

III,6

N

Im Selbstgespräch überlegt N seine Lage und vermutet eine Falle. Daher entscheidet er sich dafür, mit einem "Märchen" (einer Gleichniserzählung, Parabel) zu antworten.

III,7

N, S

N erzählt S das Märchen von den drei Ringen (Ringparabel). S ist von der Weisheit N's so angetan, dass er N um seine Freundschaft bittet. N bietet ihm aus freien Stücken Kredit an. S will den T noch einmal sehen, der eine große Ähnlichkeit mit seinem Bruder habe.

III,8

T

Im Selbstgespräch klärt der T für sich, dass ihn Gefangennahme, Todesurteil und Begnadigung vom Keuschheitsgelübde befreien und seiner Liebe zu R von dieser Seite nichts mehr entgegenstehe.

Unter den Palmen, in der Nähe des Klosters

III,9

N, T

N verhält sich reserviert, als T ihm seine Liebe zu R gesteht, weil er ahnt, dass R und T Geschwister sein können. T sieht im Verhalten von N einen Rückfall in jüdische Orthodoxie. 

III,10

T, D

Nachdem D erfahren hat, dass N gegen die Liebe von R und T ist, eröffnet sie dem T, dass R eigentlich Christin ist. Das Vertrauen des T in N ist damit erschüttert. 

 

 4. Akt
 

Szene

Figuren

Handlung

Ort der 
Handlung

IV,1

T, K

Der K, der sich vom Patriarchen für heikle Intrigantengeschäfte missbraucht fühlt, erfährt vom T, dass er die Unterstützung der Kirche benötige.

In den Kreuzgängen des Klosters

IV,2

T, K, P

T fragt P, was mit einem Juden geschehen müsse, der ein Christenkind in jüdischem Glauben erzogen habe. Für P steht fest: "Der Jude wird verbrannt" und er will dessen Namen hinter dem Rücken des T ermitteln lassen.

IV,3

S, Si

Während das Geld N's eintrifft, zeigt Si S ein Bild ihres gemeinsamen Bruders Assad, um es mit dem T zu vergleichen.

Ein Zimmer im Palast Saladins

IV,4

S, Si (schweigend), T

S bietet T seine Freundschaft an und hört sich des T Klage über die angebliche Verfehlung N's an. S ermahnt T zur Mäßigung und verspricht, den Konflikt gütlich zu lösen.

IV,5

S, Si

S und Si bestätigen einander die große Ähnlichkeit des T mit ihrem Bruder Assad, dem eine Neigung für christliche Frauen nachgesagt worden sei. Sie beschließen, die Heirat von T und R zu ermöglichen.

IV,6

N, D

D konfrontiert N mit ihren Vorarbeiten für ein Hochzeitskleid für R. N verlangt noch einen Zeitaufschub, um seine (Daja gegenüber nicht geäußerten) Vermutungen überprüfen zu können.

Offne Flur in Nathans Haus (wie I,1)

IV,7

N, K

Im Gespräch mit N gibt sich der K als Reitknecht zu erkennen, der N vor 18 Jahren einen Säugling, R, übergeben habe, dessen Vater Wolf von Filnek gewesen sei. N berichtet von seinem eigenen Schicksal, dem Tod seiner ganzen Familie und kann die verwandtschaftlichen Verhältnisse nahezu entschlüsseln.

IV,8

N, D

D berichtet N, dass R zu S geladen worden sei. Sie will nun auch R die Wahrheit sagen.

 

5. Akt
 

Szene

Figuren

Handlung

Ort der 
Handlung

V,1

S, drei mame- luckische Reiter

S erhält die erwarteten Tributzahlungen und zeigt sich gegenüber seinen Soldaten als freigiebig.

Zimmer im Palast Saladins

V,2

S, Emir Mansor

S gibt dem Emir den Auftrag, den Großteil des Geldes zu seinem Vater in den Libanon zu schaffen

V,3

T

Im Selbstgespräch kann der T seinen Ärger auf N verarbeiten, indem er N's Anteil am Werden und der Erziehung R's würdigt. Dazu macht er sich Vorwürfe für die von ihm heraufbeschworene Gefahr für N.

Palmen vor Nathans Haus

V,4

N, K

N erhält von K den schriftlichen Beweis (Brevier) für die von ihm vermuteten Verwandtschaftsverhältnisse und erfährt, dass der T die Angelegenheit beim P vorgetragen hat.

V,5

N, T

T entschuldigt sich bei N und bittet erneut um die Hand von R. N hält ihn erneut hin mit dem Hinweis, ein eben erst ausfindig gemachter Bruder R's müsse dazu erst gefragt werden.

V,6

Si, R

R schildert Si N als liebenden, gütigen und weisen Vater. Verzweifelt kämpft sie um ihre Fassung, nachdem ihr D gerade erst eröffnet hat, dass N gar nicht ihr Vater und sie selbst Christin sei.

In Sittahs Harem

V,7

Si, R, S

Si bittet S, ihr nicht den Vater zu nehmen. S erklärt ihr, dass er N und den T in den Palast gebeten habe.

 

V,8

Si, R, S, N, T

S teilt N mit, dass er das geliehene Geld zurückerhalte. Als S die beiden Verliebten einander versprechen will, deckt N auf, dass R und T Geschwister sind. Sie sind in Wahrheit Kinder des nach Europa emigrierten Assad, der dort den Namen Wolf von Filnek angenommen und mit einer von Stauffen verheiratet war. Aus dieser Ehe stammen die beiden Kinder Blanda (=R) und Leu von Filnek (T). 

 

 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 12.08.2018

     
 

 
Dramatische Texte

Center-MapSTRUKTUREN DRAMATISCHER TEXTE:
FAQ's: Häufig gestellte Fragen Plurimedialität des dramatischen Textes Textschichten: Haupt- und Nebentext Dramenhandlung Figurengestaltung: - Kontrast- und Korrespondenzbeziehungen der Figuren - Figurenkonstellation - Konfiguration - Figurenkonzeption - Figurencharakterisierung Raumgestaltung Dramatische Rede: - Analyse einer dramatischen Szene im Überblick - Formen des Gesprächs im Drama - Analyse der dramatischen Kommunikation (Beilhardt u. a. 1975) Formtypen des Dramas Dramaturgie und Inszenierung
Interpretation eines dramatischen Textes: Center-Map -
FAQ's: Häufig gestellte Fragen Literarische Charakteristik dramatischer Figuren

 
  Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA)
Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von
externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de
-
CC-Lizenz