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Aspekte der Szenenanalyse (I,1)

Szenenüberblick

Johann Wolfgang von Goethe: Egmont - Erster Aufzug - Armbrustschießen (1/13)

 
FAChbereich Deutsch
Glossar Literatur Autorinnen und Autoren Johann Wolfgang von Goethe Überblick
Biographie Werke Epische Werke Dramatische Werke  Egmont Gesamttext Didaktische und methodische Aspekte Überblick Entstehungsgeschichte des Dramas Historischer Hintergrund   Handlungsverlauf Überblick Komposition des Dramas Aufzüge Überblick Szenenschema Erster Aufzug Aspekte der Aktanalyse Armbrustschießen (1) [ Aspekte der Szenenanalyse   Szenenüberblick Inhalt Exposition und erste Volksszene ]Bausteine Palast der Regentin (2) Bürgerhaus (3) Bausteine 2. Aufzug 3. Aufzug 4. Aufzug 5. Aufzug Figurenkonstellation Einzelne Figuren Rezeptionsgeschichte Aufführungsberichte und -kritiken Textauswahl Bausteine • Links ins Internet   Faust ILyrische WerkeBausteineLinks ins Internet Friedrich Schiller  ... Schreibformen Operatoren im Fach Deutsch
 

Der 1. Aufzug von Johann Wolfgang von Goethes Drama »Egmont« lässt sich im Szenenschema wie folgt darstellen. Der Aufzug besteht aus drei, nicht nach dem Auftrittsprinzip aufgeteilten Szenen, die an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlicher Zeit spielen: Platz in Brüssel (Hinweis darauf findet sich im Personenverzeichnis), Palast der Regentin, Bürgerhaus). Man hat diese szenischen Einheiten deshalb auch als Zwischenakte bezeichnet. Hier werden die von Goethe gestalteten insgesamt 13 Szenen des Dramas durchnummeriert.

Goethe hält sich im • »Egmont« nicht an die herkömmliche, • klassische Lehre von den drei Einheiten, sondern bevorzugt eine Akt- und Szenengestaltung, die an den Auffassungen und Techniken von »William Shakespeares (1564-1616) orientiert ist. In den Akten findet immer wieder ein Schauplatzwechsel statt, so auch im 1. Aufzug.. Diese Schauplatzwechsel werden mit Szenentiteln im Nebentext signalisiert. Unterhalb dieser (Groß-)szenen wird von Goethe selbst im Text keine Gliederungseinheit nach dem Muster herkömmlicher Auftritte im Nebentext mit Szenentitel signalisiert. Aus den Auf- und Abtritten der Figuren lässt sich die herkömmliche Szeneneinteilung aber durchaus gewinnen, wenn man die entsprechenden Bemerkungen im Nebentext zugrunde legt. Dies ist für die Analyse des Handlungsverlaufs aber durchaus sinnvoll, da sie die jeweilige • Konfiguration und die ihre zugrunde liegenden Konfigurationswechsel verdeutlicht.

In der nachfolgenden Darstellung werden die Auftritte in den drei von Goethe im • Nebentext voneinander unterschiedenen Szenen des 1. Aufzugs als kleinere szenischen Einheit rekonstruiert und aufgelistet, um einen Überblick über die Konfigurationen zu erhalten.


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Re    = Margarete von Parma, Tochter Karls des Fünften, Regentin der Niederlande
Eg   = 
Graf Egmont, Prinz von Gaure
Or   = 
Wilhelm von Oranien
Al    =
Herzog Alba
Ma  =
Machiavell, im Dienst der Regentin
Ri   =
Richard, Egmonts Geheimschreiber
Si   =
Silva, unter Alba dienend
Go  =
Gomez, unter Alba dienend
Kl   =
Klärchen
, Egmonts Geliebte

Mu = Mutter von Klärchen
Br
  = Brackenburg, ein Bürgersohn
Fe  =
Ferdinand, natürlicher Sohn Albas
So  =
Soest, Krämer, Bürger von Brüssel
Je  = 
Jetter, Schneider, Bürger von Brüssel
Zi  = 
Zimmermann, Bürger von Brüssel
Se =
Seifensieder, Bürger von Brüssel
Bu =
Buyck, Soldat unter Egmont
Ru =
Ruysum, Invalide und taub
Va =
Vansen
, ein Schreiber
An = Andere (Volk, Gefolge, Wachen usw.)

In der Rubrik An = andere Figuren, werden sämtliche Figuren, die bei Bürgeransammlungen namenlos mit oder ohne gesprochenem Text auftreten, sowie Bedienste, Gefolge und Wachen zusammengefasst.

Kurzinhalt

Auf einem Platz in »Brüssel veranstalten Bürger ein Armbrust-Wettschießen. Während des geselligen Treibens loben sie etliche Trinksprüche auf die Sicherheit, Ruhe, Ordnung und Freiheit als die wichtigsten bürgerlichen Ideale sowie die Obrigkeit aus. Dazwischen unterhalten sich • Soest (Krämer), • Jetter (Schneider), • Buyck (Holländer, Soldat unter Egmont), • Ruysum (invalider Friesländer) über die politischen Verhältnisse in dem vom spanischen König »Philipp II. (1527-1598) und seiner Statthalterin • Margarete von Parma regierten Land, das vor allem unter der »Inquisition und anderen Maßnahmen leide, mit dem die Spanier den weiteren Zulauf der Menschen zur protestantischen Religion mit Gewalt unterbinden wolle. Während der König und seine Statthalterin im Urteil der Gesprächspartner im Grunde genommen nicht gut wegkommen, sind sie für den in spanischen Diensten stehenden Grafen • Egmont voll des Lobes und sehen in ihm einen wohlwollenden, fröhlichen und das freie Leben liebenden und volksnahen Fürsten, den die Anwesenden mehrfach hochleben lassen.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.01.2024

  
 

 
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