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Dürrenmatt, Der Besuch der alten Dame: Vorgeschichte

Überblick

Präteritaler Expositionsbezug

 
 
 
Der erste Akt von Friedrich Dürrenmatts Drama "Der Besuch der alten Dame" steht ganz im Zeichen der Exposition. Diese umfasst den sog. Eröffnungsdreischritt von dramatischem Auftakt, eigentliche →Exposition  und dem so genannten "erregenden Moment" (vgl. Asmuth 1980, S.106ff.) Der eigentlichen Exposition geht dabei häufig ein dramatischer Auftakt (point of attack = Einsetzen der szenisch präsentierten Handlung) voraus. Dieser hat in der Regel nicht die Aufgabe, expositorische Informationen zu liefern über Vorgeschichte, Hauptpersonen, dramatischen Konflikt u. ä., sondern soll die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf das dramatische Geschehen lenken (phatische Funktion) (vgl. Pfister 1977, S.124, Asmuth 1980, S.106f.).
Bei der Untersuchung der Exposition spielen die →Gegenstandsbereiche, die zur expositorischen Informationsvergabe verwendeten →Codes und Kanäle ebenso wichtige Rollen wie der jeweilige →Zeitbezug und die Tatsache, ob die →Informationen monologisch oder dialogisch vermittelt werden.

Fünf verschiedene, in der Vergangenheit liegende Geschehensabläufe bilden die für die dramatische Handlung im "Besuch der alten Dame" maßgebliche(n) Vorgeschichte(n).

Die Vorgeschichte des Dramas, wird,  wie in einem →analytischen Drama üblich, erst nach und nach im Verlauf der dramatischen Handlung enthüllt. (→Aufbauschema des analytischen Dramas).

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Gert Egle. zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013

         
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