
geb.
31.12.1747 in Molmerswende bei Quedlinburg;
gest. 8.6.1794 in Göttingen; Sohn eines
Dorfpfarrers im Ostharz, 1760-63 Pädagogium in
Halle, anschließend bis 1766 Theologie-Studium
an der Universität von Halle; ab 1768
Jurastudium in Göttingen, dort Bekanntschaft mit
Hölty, Leisewitz, Voß, den Brüder Stolberg und
anderen Mitgliedern des 1772 gegründeten
Hainbundes; 1772 Amtmann in der
Gerichtshalterstelle zu Alten-Gleichen mit Sitz
in Gelliehausen bei Göttingen; "Die Stelle
brachte viel Arbeit, finanziell aber wenig ein.
Mannigfache Versuche, seinen Sorgen zu entgehen,
schlugen fehl: Lotteriespiel, Gründung einer
Verlagsanstalt, Auswanderung, Pacht eines
Landgutes; ebenso gelang es nicht, eine andere
Stelle zu erhalten. Kurz nach der Heirat mit
Dorette Leonhardt 1774 verliebte er sich in
deren Schwester Auguste, die »Molly« seiner
Gedichte. Nach zehn Ehejahren starb Dorette, im
folgenden Jahr heiratete Bürger Auguste, diese
starb aber schon nach siebenmonatiger Ehe.
Mit Unterstützung u. a. durch Georg Christoph
Lichtenberg wurde er 1784 Privatdozent an der
Göttinger Universität, wo er bis zu seinem Tode
Vorlesungen und Übungen über Ästhetik,
Stilistik, deutsche Sprache und Philosophie
hielt. 1787 erhielt er die Ehrendoktorwürde,
1789 wurde er zum a. o. Professor ernannt,
musste sich aber weiterhin unterordnen, da er
keine feste Anstellung bekam. Seine unglückliche
dritte Ehe wurde 1792 geschieden,
gesellschaftlich isoliert starb er an
Schwindsucht." (
Projekt
Gutenberg, 08.09.07)