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Konzeptuelle Basis

Handlungswissen


Das Handlungswissen als prozedurales bzw. prozessual orientiertes Wissen ist für die Herstellung von Textkohärenz wichtig.

Man benötigt das Handlungswissen, z. B.

  • um bestimmte Geschehnisse oder Abläufe als bestimmte Handlungen zu deuten

  • um selbst handeln zu können

  • um vom Kommunikationspartner bestimmte Handlungen erwarten zu können

  • um bestimmte Verhaltensweisen als angebracht oder »fehl am Platz« einschätzen zu können

  • um größere - oft kulturell bestimmte - komplexe Handlungsabfolgen durchführen zu können

Für Handlungen, die im Sprechen vollzogen werden (Sprechhandlungen) oder in Form von Texten realisiert werden, ist derartiges Handlungswissen oft nötig, um den "Handlungswert" oder auch die Absichten eines Sprechers oder Textproduzenten richtig verstehen zu können. Nur unser Wissen um die zu erwartende "Tischrede", wenn einer der Anwesenden auf einer Geburtstagsfeier aufsteht, lässt uns diese Sprechhandlung erwarten. Wie sehr Handlungswissen kulturell überformt ist und zu unterschiedlichen Handlungserwartungen führt, hat Paul Watzlawick am Beispiel des »Paarungsverhaltens« von jungen Engländern und Amerikanern im Verlauf des Zweiten Weltkrieges sehr anschaulich dargestellt. 

(vgl. Linke u. a. (1994, S.227f.)

       
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