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Formen der indirekten Wiedergabe

Überblick


Wenn man eine wörtliche Rede oder einen Textes indirekt wiedergeben will, kann man auf verschiedene Formen der indirekten Wiedergabe zurückgreifen. 
Fast immer geht es dabei darum, dass mit besonderen Signalen (Indizes) kenntlich gemacht wird, dass eine Äußerung (Primäräußerung) in eine andere Äußerung (Sekundäräußerung) eingebettet ist. (vgl. Engel 1996, S.110f.)
Das gilt in gleichem Sinne für die Wiedergabe von mündlichen wie schriftlichen Äußerungen, z. B. bei den schulischen Schreibformen zur Textwiedergabe (z. B.  strukturierte Textwiedergabe).
 

 

Grundformen der indirekten Wiedergabe

Hier werden sechs verschiedene Formen der indirekten Wiedergabe vorgestellt:

Das Problem des Konjunktivs in der Alltagssprache

In der alltäglichen Kommunikation kommen die verschiedenen Formen der indirekten Wiedergabe in unterschiedlichem Maße vor.

  • Wenn wir im Alltag miteinander sprechen, kommt jedenfalls der Konjunktivs (I) und seine Ersatzformen im Allgemeinen nicht oder nur sehr selten vor. Im Alltagsgespräch ist der Modus Konjunktiv (I) nahezu untergegangen. Mehr noch: Wer in einem normalen Alltagsgespräch konjunktivische Formen der Wiedergabe verwendet, wirkt nicht selten "geziert" oder gilt als überheblich.

  • Anders sieht es freilich aus, wenn es um Äußerungen geht, die in gesprochener und geschriebener Standardsprache gemacht werden. Hier sind Formen der indirekten Wiedergabe ohne Konjunktivverwendung mit Vorsicht zu genießen und können leicht standardsprachlichen Regelungen widersprechen. (vgl. Engel 1996, S.110f.)

»FAQ 3: Was ist eigentlich das Besondere am Konjunktiv bei der indirekten Wiedergabe?  

Konjunktivische Formen im Schulaufsatz

Auch im Bereich der schulischen Schreibformen besitzen die konjunktivischen Formen besonderes Gewicht. Dafür gibt es vor allem zwei wichtige Gründe. Die Schülerinnen und Schüler müssen lernen

  • als Produzenten den eigenen Text bzw. die eigene Meinung von der Wiedergabe einer mündlichen oder schriftlichen Äußerung sprachlich abzuheben und aus stilistischen Gründen zwischen verschiedenen Formen der indirekten Wiedergabe abzuwechseln

  • als Rezipienten mündlicher oder schriftlicher Äußerungen anderer zu erkennen, was wiedergegebene Primäräußerung, was Redeeinleitung bzw. Sekundäräußerung darstellt, und die Leistung, Grenzen und Probleme anderer Formen der indirekten Wiedergabe zu beurteilen

Aber: Auch wenn man die Leistung der verschiedenen Formen der indirekten Wiedergabe differenziert betrachtet und die Grenzen und Probleme anderer Formen der indirekten Wiedergabe überschaut: Letzten Endes zwingend sind die konjunktivischen Formen zur Kennzeichnung der indirekten Wiedergabe  - so manche gequälte Schülerseele kann aufatmen! - keineswegs immer.

      
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