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Indirekte Rede

Umformungen und Verschiebungen


Wenn wörtliche (=direkte) Rede in indirekte Rede umgewandelt werden soll, müssen bestimmte Umformungen und Verschiebungen beachtet werden.

Es kommt zu vier verschiedenen Verschiebungen:

  • Personenverschiebung
    Personalpronomen (persönliche Fürwörter)- und Possessivpronomen (besitzanzeigende Fürwörter) der 1. und 2. Person werden durch die entsprechenden Formen der 3. Person ersetzt.

  • Modusverschiebung
    Der Indikativ (Wirklichkeitsform) des Verbs wird bei der indirekten Rede zum Konjunktiv (Möglichkeitsform), und zwar zum Konjunktiv I.

  • Der Imperativ (Befehlsform) wird in der indirekten Rede umschrieben mit "sollen" oder "müssen".

  • Ersatzformen
    Wenn Verwechslungen zwischen Konjunktiv I und dem Indikativ drohen, werden die Formen des Konjunktiv I, die mit denen des Indikativs gleichlauten, durch den Konjunktiv II ersetzt.

Die beiden Modi (Singular: Modus = Aussageweisen) Konjunktiv I und Konjunktiv II sind allerdings keine unterschiedlichen Zeitstufen. Sie geben vielmehr an, in welchem Verhältnis die Aussagen zur für wirklich erachteten Realität stehen. Mit dem Konjunktiv I können - abgesehen von der indirekten Rede - Aufforderungen und Wünsche geäußert werden, während mit dem Konjunktiv II Zweifel geäußert oder auf die Nichtwirklichkeit einer Aussage hingewiesen wird.

     
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