Home
Nach oben
Zurück
Weiter
 

 

deu.jpg (1524 Byte)

 

Frage

Alternativfrage

 

Bei der den Partner festlegenden Alternativfrage will ein Sprecher seinem Partner nur eine Alternative lassen, d.h. indem mindestens zwei  Aspekte eines Sachverhaltes in Frage gestellt werden, wird vom Partner erwartet, dass er sich für eine der beiden Alternativen entscheidet.

(vgl. Engel 1996, S.52f.)

Beispiele:

  • Fernsehen oder Kino?

  • Sekt oder Selters?

  • Wollen Sie erster oder zweiter Klasse reisen?

  • Ich frage Sie zum letzten Mal: Haben Sie die CD's mitgehen lassen oder nicht?

  • Kopf oder Wappen?

  • Urlaub zu Hause oder in der Ferne?

Bei der Problemerörterung dient die Alternativfrage als Kriterium für den dialektischen Erörterungstyp.

Im Interview ist die Alternativfrage als initiierender Akt gut geeignet, den interviewten Gesprächspartner zu einer Antwort zu veranlassen (respondierender Akt), die responsiv ist, d. h. Intention und Inhalt der Frage aufnimmt. Allerdings ist damit zu rechnen, dass der Interviewte u. U. auf diese "Art kolloquialer Nötigung" ( vgl. Linke u. a. 1994  S.279) nicht gerade freundlich reagiert.

Vgl.

Gert Egle. zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013

 
 
   Arbeitsanregungen:
  1. Formulieren Sie weitere Äußerungen ohne Verb.

  2. Wovon hängt ab, wenn man derartige Äußerungen ohne Verb richtig verstehen will?
     

     
  Überblick ] Aufforderung ] Autorisierung ] Ratschlag ] Beschimpfung ] Vorwurf ] Warnung ] Frage ]  
  
 

          CC-Lizenz
 

 

Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de