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Aufforderungsakte

Aussagesätze mit oder ohne Modalverben


Sprechakte, die Aufforderungen realisieren, werden auch mit Aussagesätzen (Konstativsätzen) formuliert, die mit oder ohne Modalverben gebildet werden.

Beispiele:

  • Du gehst zu Fuß.

  • Du solltest besser das Fahrrad nehmen.

  • Du kannst ruhig auch mal mit anpacken.

  • Sie könnten ihren Hund doch an der Leine führen.

  • Das korrigierte Manuskript wollen Sie bitte bis zum Ende des Monates wieder zurücksenden.

  • Ein Kind hält den Mund. (vgl. Bertolt Brecht, Was ein Kind gesagt bekommt)

  • Erna, das Bier ist alle.

(vgl. Engel 1996, S.46-50)

Solche Aufforderungen wirken sehr dringlich und darum auch weniger höflich. Man kann diese Wirkung jedoch etwas abmildern, wenn man bei der Formulierung Modalverben im Konjunktiv II heranzieht.  (vgl.  Engel 1996,S. 47, 2004/2009, S. 43) In Ihrer Wirkung sind sie dabei mit Präsenssätzen wie "Du hörst mir jetzt genau zu." vergleichbar. (→Präsentische Konstativsätze). Aufforderungen mit Konstativsätzen gibt es zwar auch bei offizieller Sprachverwendung. Dort kommen Sie aber nur in geschriebener Sprache vor, wirken aber insgesamt, wenngleich höflich, so doch auch "steif und papieren" (Engel 2004/2009, S. 43

vgl.

 

 
   Arbeitsanregungen

  1. Welches Beispiel aus der Sprechblasendarstellung gehört zu diesem Aufforderungsakt?

  2. Beurteilen Sie die Wirkung der dargestellten Aufforderungen. Welche der Aufforderungen wirken "steif und papieren"?

  3. Überlegen Sie, wovon diese Wirkung sprachlich abhängt. 
     

 
  Überblick ] Aufforderung ] Autorisierung ] Ratschlag ] Beschimpfung ] Vorwurf ] Warnung ] Frage ]  
 

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Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de