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Initiierende und respondierende Akte

Paarigkeit von Gesprächsbeiträgen

 
 
  In der mündlichen Kommunikation gibt es eine ganze Reihe von Gesprächssequenzen, die eine besondere enge Beziehung zwischen Initiierung und Respondierung realisieren. Während es im Allgemeinen "einen ganzen Satz von alternativen Handlungsmöglichkeiten" (Schwitalla 1979, S. 98) bei der Gestaltung der Respondierung gibt, ist diese Auswahl bei bestimmten initiierenden Akten so sehr eingegrenzt, dass eigentlich nur noch wenige Alternativen existieren. In solchen Fällen spricht man von der Paarigkeit von Gesprächsbeiträgen (adjacency pairs).

Bei folgenden Beispielen liegt eine derartige Paarigkeit vor:

Initiierender Akt Respondierender Akt
Frage Antwort
Gruß Gegengruß
Befehl Annahme oder Verweigerung
Vorwurf Rechtfertigung oder Entschuldigung oder Gegenvorwurf
Kompliment Dank oder Herunterspielen oder höfliche Zurückweisung
Vorschlag Annahme oder Verwerfung oder Modifikation
(vgl. Schwitalla 1979, S. 97, Linke u. a. 1995, S. 280)

Die Paarigkeit von bestimmten Gesprächsbeiträgen ist dabei nicht per se gegeben, sondern ist kulturell enkodiert, d. h. sie ist Ergebnis von Konventionen der Sprecher- bzw. Kulturgemeinschaft.

 
     
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