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Die
unveränderliche Wortart der
Partikeln sind für den Gesprächsverlauf, hier insbesondere für die
Organisation des
Sprecherwechsels, aber auch wegen ihrer Kontaktfunktion im Gespräch
besonders wichtig. Ganz im Gegensatz zu ihrer früher behaupteten
Nutzlosigkeit und semantischen Leere bzw. Vagheit steht, ist die Bedeutung
der für das Sprechen bedeutsamen Partikeln heute unbestritten. Unter
gesprächsanalytischem Aspekt lassen sich von ihrer Funktion her
betrachtet zwei Großgruppen unterscheiden:
redeleitende Partikeln und
Modal- oder
Abtönungspartikeln.
- Die
redeleitenden Partikeln sind dabei für das Zusammenspiel von
Hörer und Spreche im Gespräch besonders wichtig. Mit ihnen lassen sich
Pausen, aber auch die "Knautschzone" beim
Sprecherwechsel mit Überlappen füllen, können eigene Redebeiträge
eingeleitet und Gesprächsflauten überbrückt werden und als
Sprechersignal (Kontaktsignal
(Sprecher)) und Hörersignal (Kontaktsignal
(Hörer)) erfüllen sie beziehungs- und damit auch
gesprächsstabilisierende Kontaktfunktionen. Darüber hinaus können sie
aber auch bei
Unterbrechungen als
Reparaturmechanismen dienen.
- Die
Modal- bzw. Abtönungspartikeln haben im Unterschied zu den
redeleitenden Partikeln
weniger gesprächsorganisatorische als (meta-)kommunikative Funktionen. Sie
erfüllen ihre Modifizierungs- und Kommentierungsaufgaben in ganz
unterschiedlicher Art und Weise. Sie können z. B. die
Glaubwürdigkeit bzw. Gültigkeit einer Sache unterstreichen,
Einschätzungen des Hörers kenntlich machen, Erwartungshaltungen
gegenüber einem Gesprächspartner signalisieren, Unsicherheiten bei der
Beurteilung eines Sachverhaltes usw. offen legen u. v. m.
(vgl.
Linke u. a. 1995, S. 272)
Ihre nicht immer eindeutige Bedeutung wird dabei in der Regel durch
prosodische (Intonationskurve,
Akzent,
paraverbale (flüstern, brüllen usw.) und/oder
nonverbale Signale (Mimik,
Gestik usw.) unterstützt.
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