Den ▪
KMK-Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife für das
Fach Deutsch (2012) (»BISTA-AHR-D 2012,
S.28ff.) sind zur Illustration der Aufgabenarten bei der ▪
Analyse pragmatischer Texte
vier verschiedene Aufgaben beigefügt.
Zwei
davon davon sind
▪ illustrierende
Prüfungsaufgaben, die anderen beiden
illustrierende Lernaufgaben.
Unter
▪
schreibdidaktischem Aspekt betrachtet sollen
Lernaufgaben
-
darauf zielen,
bestimmte Teilkompetenzen bzw. Fähigkeiten zu entwickeln
-
dabei
helfen, das zu erwerben, was in ▪
Leistungsaufgaben später geprüft
wird, d. h. Leistungsaufgaben können nicht ohne vorangegangene
Lernaufgaben gestellt werden
-
in einer
engen Beziehung zu dem jeweiligen "Zieltyp des Lernen" (Köster
2008, S.5)stehen
-
in der
Regel einen bestimmten Lernprozess beginnen
-
aufeinander
aufbauen
-
das Anspruchsniveau der Aufgabe mit unterschiedlichen
Schwierigkeitsgraden differenzieren
-
bei dem an
bestimmten
Textmustern orientiertem Schreiben in das geforderte
Textmuster
und die neue dafür vorgesehene Schreibaufgabe einführen
-
den
Prozess zur Bewältigung der ▪
Schreibaufgabe im Allgemeinen in
einem schrittweisen Vorgehen ( z. B.
▪
Schritt für Schritt schreiben,
▪
planendes Schreiben
organisieren
Im
Kontext der ▪
KMK-Bildungsstandards (2012) sollen die illustrierenden
Lernaufgaben " ausgewählte Bildungsstandards illustrieren"
(»BISTA-AHR-D 2012,
S.8) und zeigen, wie die jeweiligen Kompetenzen im Unterricht
entwickelt werden können.
Sie
sollen
Die
illustrierenden Lernaufgaben der ▪
KMK-Bildungsstandards (2012) sind also keine Prüfungs- bzw.
Leistungsaufgaben und stellen auch keine kompletten
Unterrichtseinheiten dar. Es handelt sich stattdessen um
"ausgewählte Aufgabenstellungen, die gezielt einzelne Kompetenzen in
den Blick nehmen" (»ebd.)
und nach Bedarf um zusätzliche Aufgaben erweitert werden können.
Die
illustrierenden Lernaufgaben sind dazu einleitenden Bemerkungen
versehen, die den Standardbezug der Aufgaben verdeutlichen und
aufzeigen, welchen weiteren Strukturierungsmerkmalen von Kompetenzen
des Fachs sie ggf, zuzuordnen sind und " inwiefern die Aufgaben
besonders geeignet sind, die Zielkompetenzen zu entwickeln."
(»ebd.)
Dabei
wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass in den Lernaufgaben auch
immer wieder geschlossene Aufgabenformate ( wie z. B. Multiple
Choice) enthalten sind. Dazu wird betont, dass diese Aufgabenformate
"im Kontext von Lernaufgaben vielfältige Funktionen erfüllen
(können): Der jeweiligen Aufgabenstellung entsprechend dienen sie
zum Beispiel der Hinführung zu besonders anspruchsvollen Textstellen
und der Bewusstmachung von Mehrdeutigkeit oder sie regen eine
vertiefte Reflexion bzw. kontroverse Diskussion in der Lerngruppe
an. Diese Teilaufgaben, bei denen es übrigens nicht immer eindeutig
richtige oder falsche Lösungen gibt, stellen keine Test-Items mit
dem Ziel der Überprüfung bereits erworbener Kompetenzen dar, sondern
sie unterstützen den gezielten Kompetenzaufbau."


