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Analyse pragmatischer Texte

Illustrierende Lernaufgaben

 
BILDUNGSSTANDARDS
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Kompetenzbereich Schreiben (BISTA–AHR–D 2012)
Standards
Kompetenzbereich: Sich mit Texten und Medien auseinandersetzen (BISTA-AHR-D 2012
Überblick
Sich mit pragmatischen Texten auseinandersetzen
Sich mit literarischen Texten auseinandersetzen
Liste der Bildungsstandards "Sich mit pragmatischen Texten auseinandersetzen" mit Textmarken zur Verlinkung
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Den ▪ KMK-Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife für das Fach Deutsch (2012) BISTA-AHR-D 2012, S.28ff.) sind zur Illustration der Aufgabenarten bei der ▪ Analyse pragmatischer Texte vier verschiedene Aufgaben beigefügt.

Zwei davon davon sind illustrierende Prüfungsaufgaben, die anderen beiden illustrierende Lernaufgaben.

Als ▪ Leistungsaufgaben zeichnen sie sich durch bestimmte ▪ Merkmale aus. Dazu zählt z. B. dass sie

  • in einem individuellen, produktorientierten Schreibprozess bewältigt werden

  • die individuelle Lernentwicklung überprüfen

  • überprüfen, inwieweit Kompetenzen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem individuellen Lernprozess erreicht werden

  • den Transfer der erworbenen Fähigkeiten und des neu erworbenen Wissens in einen neuen Kontext verlangen

  • in der Regel einer zuvor erprobten Schreibstrategie folgen

  • ihr jeweiliges Anspruchsniveau transparent machen

  • mit geeigneten Operatoren das Schreibziel operationalisieren

  • dem Gegenstand, dem Schreibziel und dem Textmuster gemäße Schreib- bzw. Arbeitsaufträge konzipieren

(vgl. http://www.lehr-lern-modell.de/aufgabenstellungen, vgl. Jost/Knopp (o.J.),

Im Kontext der ▪ KMK-Bildungsstandards (2012) sollen die illustrierenden Prüfungsaufgaben vor allem verdeutlichen "wie Prüfungsaufgaben zum Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife im Fach Deutsch konzipiert sein könnten".

Sie bestehen aus einer "differenzierte(n) Aufgabenbeschreibung, eine(m) umfassenden Erwartungshorizont sowie Bewertungskriterien für die Notenstufen 'gut' (11 Punkte) und 'ausreichend' (05 Punkte)."

Es handelt sich ihrem Aufgabenformat nach um offene Aufgaben und um produktorientiertes Schreiben.

Konkrete Aufgabengestaltung ist Ländersache

Grundsätzlich sollen die illustrierenden Prüfungsaufgaben nicht "als Prototypen für die Entwicklung von Prüfungsaufgaben in den Ländern dienen" und den Bundesländern auch nicht vorschreiben, dass schriftliche Prüfungsaufgaben nur so konzipiert sein dürfen. Sie sollen "sollen lediglich einen ersten Eindruck davon vermitteln, wie die in den Bildungsstandards formulierten Anforderungen im Abitur geprüft werden könnten." BISTA-AHR-D 2012, S.7)

Die Bundesländer können die Prüfungsaufgaben ihren jeweils entsprechenden, aber in manchem unterschiedlichen Aufgaben und Aufgabentraditionen anpassen und machen auch in der Praxis davon Gebrauch, indem sie auf dieser Grundlage weitere Abiturprüfungsaufgaben entwickeln.

Dies betrifft z. B. auch die landesunterschiedlichen Regelungen für die den Schülerinnen und Schülern auf dem ▪ grundlegenden und ▪ erhöhtem Anforderungsniveau vorgegebene Bearbeitungszeit (grundlegendes Niveau zwischen 180 und 240 Minuten; erhöhtes Niveau zwischen 240 und 300 Minuten, ungeachtet einer möglichen Zeitzugabe für die Aufgabenauswahl).

Ob eine Aufgabe dem ▪ grundlegenden oder dem ▪ erhöhten Niveau zugeordnet wird, hängt davon zum einen davon ab, wie komplex die Textvorlagen und Materialien sind (vgl. ▪ Schwierigkeitsgrad literarischer Texte) , die bearbeitet werden sollen, und davon wie umfassend die Voraussetzungen sind, die ein Schüler bzw. eine Schülerin mitbringen muss, um sie bewältigen zu können. Zum anderen ist der Schwierigkeitsgrad der Aufgabenstellungen zu berücksichtigen.

Kompetenzbezug und Lösungserwartungen

Die illustrierenden Prüfungsaufgaben werden dabei mit ihrem jeweiligen Bezug auf die KMK-Bildungsstandards Deutsch (Standardbezug) detailliert vorgestellt.

Dazu kommen umfangreiche Hinweise zur Aufgabe, die auf die ▪  Anforderungsbereiche eingehen und die Gewichtung der Teilaufgaben präzisieren.

Darüber hinaus wird auf weitere Kompetenzen und Fähigkeiten verwiesen, die als weitere Voraussetzungen zur Bewältigung der Schreibaufgabe angesehen werden. Dazu zählt die "die erforderliche Beherrschung der Methoden der Textanalyse und -interpretation und die Fähigkeit, gewonnene Untersuchungsergebnisse aufgabenadäquat, konzeptgeleitet, sprachlich variabel und stilistisch stimmig darzustellen".

Vorausgesetzt werden Erfahrungen und Kenntnisse im Umgang mit der ▪ Erschließung und Interpretation einer Dramenszene, eines ▪ Erzähltextes oder eines ▪ Gedichts und die Anwendung der gattungsspezifischen schulischen Erschließungskategorien von ▪ erzählenden, ▪ dramatischen oder ▪ lyrischen Texten.

Wichtig ist aber auch entsprechendes Vorwissen über Form, ▪ Wirkungsbereiche und Wirkungsakzenterhetorischer Mittel oder über die Art und Weise, wie man die Redeabsichten der Protagonisten erkennen kann.

Ist die Aufgabe in ein entsprechendes Rahmenthema eingebettet, das z. B. in einem Schulhalbjahr Unterrichtsgegenstand gewesen ist, gehört das entsprechende deklarative Wissen über die verschiedenen Aspekte des Themas zum Vorwissen dazu.

Die Lösungserwartungen für Schreibaufgaben zur ▪ Interpretation literarischer Texte werden im ▪ Erwartungshorizont für den Text, der interpretiert werden soll, konkret beschrieben. Sie orientieren sich dabei an den gattungsspezifischen schulischen Erschließungskategorien von ▪ erzählenden, ▪ dramatischen oder ▪ lyrischen Texten.

Den Abschluss bilden die Hinweise zur Bewertung der Gesamtleistung im Zuge einer prüfend-bewertenden Beurteilung durch die Lehrkräfte, die für die Stufen "gut" (11 Punkte und "ausreichend" (5 Punkte) für Inhalt und Darstellung bei der Bewältigung der Schreibaufgabe verdeutlicht werden.

Beispiele illustrierender Prüfungsaufgaben in den KMK-Bildungsstandards (2012)

Die ▪ KMK-Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife für das Fach Deutsch (2012) BISTA-AHR-D 2012, S.28ff.) enthalten zwei Beispiele für Prüfungsaufgaben.

Dabei handelt es sich um die ▪ Interpretation eines dramatischen Textes (Bertolt Brecht, Leben des Galilei) und um die ▪ Interpretation eines lyrischen Textes als Textvergleich. (Franz Werfel Menschenblick und Paul Zech Fabrikstraße Tags).

Die entsprechenden Ausführungen sind in den »BISTA-AHR-D 2012 (S.30-53) nachzulesen.

 

 

Schreibaufgaben mit domänenspezifischen Sachverhalten

Bei der Auswahl der Sachtexte, die analysiert werden sollen, sollen vor allem Texte zum Zuge kommen, die sich mit Gegenständen befassen, die zum Deutschunterricht gehören. ("domänenspezifische Sachverhalte")

 

  1. Die beiden illustrierenden Prüfungsaufgaben (Leistungsaufgaben), die die Aufgabenart der ▪ Analyse pragmatischer Texte verdeutlichen sollen, machen dies deutlich. Ihrem ▪ Aufgabenformat nach handelt es sich dabei um ▪ offene Aufgaben, ▪ produktorientiert und mit ▪ Relevanzinstruktionen gelenkt, die Hinweise und Vorgaben zum methodischen Vorgehen machen oder inhaltliche, konzept- oder hypothesengeleitete Vorgaben machen.

    Beide Aufgaben beziehen sich auf Kompetenzen aus den ▪ Kompetenzbereichen  "Sich mit Texten und Medien auseinandersetzen" (Teilbereich ▪"Sich mit pragmatischen Texten auseinandersetzen"), ▪"Schreiben" und ▪ "Lesen".

"Analysieren Sie die Rezension von Tobias Rüther (Textvorlage 1) zu Franka Potentes Erzählband »Zehn« (2010) in einem strukturierten zusammenhängenden Text. Nutzen Sie zur Vertiefung Ihrer Analyse auch die zweite Ihnen vorliegende Rezension (Textvorlage 2), indem Sie diese vergleichend heranziehen. Berücksichtigen Sie dabei die beiden folgenden Teilaufgaben:

[01]
Untersuchen Sie die Argumentation, indem Sie die Inhalte sowie die sprachliche Gestaltung analysieren und auf den möglichen Adressatenkreis und die angestrebte Wirkung beziehen.

[02]
Literaturkritiker haben allgemeine Erwartungen an Literatur, die sie manchmal direkt ausdrücken, manchmal nur in- direkt in ihre Bewertungen einfließen lassen. Analysieren Sie, welche Erwartungen an Literatur den vorliegenden Ur- teilen über Potentes Werk zugrunde liegen und wie diese sprachlich – explizit oder implizit – zum Ausdruck gebracht werden.

  • Illustrierende Prüfungsaufgabe 2: "Warum das Telefongespräch verschwindet"

    Ein weitere Aufgabe unter dem Titel "Warum das Telefongespräch verschwindet" verbindet die Analyse eines gleichnamigen Kommentars Tina  von Klopp (2010
    In: ZEIT ONLINE. http://www.zeit.de/digital/internet/2010-08/ende-telefon-internet-email, die den Schwerpunkt der Gesamtaufgabe darstellt, mit einem ergänzenden Erörterungsauftrag. Dadurch entsteht eine Mischform aus den Schreibformen Analyse undErörterung pragmatischer Texte.

    Die Aufgabenstellung, die als Mischform zu erkennen ist, gibt auch an, auf welcher Teilaufgabe der Gesamtaufgabe der Schwerpunkt liegt. w

    "Analysieren und erörtern Sie Tina Klopps Artikel »Warum das Telefongespräch verschwindet«, indem Sie die beiden folgenden Teilaufgaben in einem strukturierten zusammenhängenden Text bearbeiten.

    [01]
    Untersuchen Sie die Argumentationsweise sowie die strukturellen und sprachlichen Mittel des Textes.

    [02]
    Die Autorin wählt »Warum das Telefon verschwindet« als Überschrift für ihren Artikel. Prüfen Sie die These vom bevor- stehenden 'Verschwinden' des Telefons auf ihre Berechtigung, indem Sie sowohl auf die Argumentation Tina Klopps Bezug nehmen als auch Ihre eigenen Kommunikationserfahrungen berücksichtigen.

    Der Schwerpunkt der gesamten Aufgabe liegt auf der ersten Teilaufgabe, der Analyse der Textvorlage.

 

 

 

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Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 27.08.2022

 
 

 
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