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Wordle

Methodisch-didaktische Möglichkeiten


Mit dem Programm »WordleTM Blassen sich auf der »WordleTM-Website interessant gestaltete Wordle-Clouds erstellen, die neben künstlerisch-ästhetischen Zwecken auch zur Visualisierung von Texten dienen können. Da es eine »Java-Applikation muss, muss im Browser ein »Java-Plugin installiert werden. (»Download-Seite)

Methodisch-didaktische Möglichkeiten

Marlis Schedler (o. J.) hat 13 verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Wordles in Schule und Unterricht aufgelistet, die eine außerordentlich hohe methodisch-didaktische Spannweite haben und Verwendungen in unterschiedlichen Fächern aufzeigen. Er wird hier in leicht abgeänderter Form wiedergegeben.

  • Gestaltung von Einstiegsmaterialien zu beliebigen Themen

  • "Eyecatcher" für Elternarbeit, Konferenzen u. ä.

  • Anfertigung von Wordle-Schildern für den Tag der Offenen Tür

  • Gestaltung eines Deckblattes für eine schriftliche Arbeit, eine Mappe bzw. ein Portfolio

  • Texträtsel: a) historischer Text: welche Epoche, Redner, Ziele? b) Dramentext: Wer spricht?

  • Gute Visualisierung des Häufigkeitsverteilung von Begriffen/Wörtern in einem Text (Worthäufigkeitswolke)

  • Vokabelarbeit: Darstellung der fremdsprachigen Vokabeln senkrecht der deutschen Bedeutung waagrecht (Modus half and half) - Schülerinnen und Schüler markieren die einander zuzuordnenden Wörter

  • Textanalysen von Literatur oder Schülergeschichten

  • Eine klassische Geschichte "wordlen" und die Schüler daraus eine Geschichte gestalten lassen

  • Wortwiederholungen in Schülerarbeiten hervorheben und für die zu oft wiederholten Wörter andere Begriffe finden lassen.

  • Erkennen von Wortarten in einer Wordle Cloud

  • Steckbriefe von Schülerinnen und Schülern erstellen

  • "Merkstoff" zu einem Thema/Sachegebiet in einem Wordle erstellen lassen

Vor allem auf die Fremdsprachendidaktik und -methodik ausgerichtet sind die nachfolgenden Vorschläge zum Einsatz von Wordle, die sich im »Majstersztyk-Blog des Goethe-Instituts (Autorin: Tünde Kadar) finden:

  • Vorstellung

  • Vorwissen aktivieren

  • Vorentlastung von Texten

  • Wortschatzarbeit

  • Wortlisten

  • Textpuzzle

  • Wortsalat oder Textsalat

Interessante weitere Einsatzmöglichkeiten im DaF-Kontext präsentiert Ralf Klötzke auf seinem Wordpress-Landeskunde-Blog, darunter:

  • Wordle als Lexikliste und Impuls für ein Wiki-Projekt (Beispiel zum Thema/Wortfeld Musik als Impuls für ein Schülerprojekt "Meine Lieblingsmusik"

  • Wordle zur Rekonstruktion von Sätzen am Beispiel von Komplimenten

  • Mit Wordle eine Definition formulieren (Beispiel: Kommunikation)

  • Mit Wordle Lexik präsentieren (Beispiel: Wörter aus dem Jiddischen)

  • Wordle um Vorwissen zu aktivieren (Beispiel mit Problemstellung: Welche der folgenden Abiturbräuche sind euch bekannt?)

  • Wordle als Wort-/bzw- Begriffcluster: (Beispiel: Aus den Wörtern/Begriffen eine Geschichte erzählen)

  • Wordle als Brainstorming-Tool

Lars Fischer hat in seinem »Fischblog in einer Art "Selbstversuch" Erfahrungen mit verschiedenen Wordles gemacht und folgendes Fazit gezogen:

"Der geneigte Leser prüfe für sich selbst, ob die hier versammelten Wordle-Kreationen tatsächlich einen informativen Mehrwert bieten. Ich sehe das nicht, und schon gar nicht, wenn man die Wolke einer auch nur halbwegs brauchbaren Kombination aus Titel und Teaser gegenüberstellt.
Als Tool zur Text- und Argumentationsanalyse kann ich mir Wordle nach diesem Testlauf schon eher vorstellen. Man kann bei bekannten Texten durchaus Überraschungen erleben, und zwar weniger bei den prominenten Stichworten als vielmehr bei denen in der zweiten Reihe. Das kann durchaus ziemlich unterhaltsam sein, habe ich festgestellt.
Der überzeugendste Vorschlag kommt allerdings von Text&Blog: Großes Literatenraten mit Markus. Ich muss zu meiner Schande gestehen, ich hab's nicht gelesen. Aber ich find die Idee gut."

Problem bei derartigen "literarischen Rätseln: Wenn der Text im Netz steht, ist er mit ein paar Begriffen aus dem Wordle auch leicht zu ergooglen.

Der »Blogeintrag eines Bloggers namens Julius auf dem »Fischblog gibt folgendes Statement ab:

"Wenn eine einfache 'Worthäufigkeitswolke' schon das Lesen eines Textes unnötig machen sollte, kann es sich nicht wirklich um einen guten Text handeln - so ist Wordle nun auch wirklich nicht gedacht. Das Ding ist halt einfach ein Spielzeug, das minimal Techniken verwendet, die man auch von Suchmaschinen, beim information retrieval und beim automatischen Indexieren findet - mehr nicht. Einen praktichen Nutzen der Indexierung per Wortfrequenz sehe ich eher im automatischen taggen von z.B. Blogposts, weniger, um dem Nutzer eine Möglichkeit zu geben, den Inhalt schnell zu erfassen."

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 11.10.2013

     
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