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Die komplexe Arbeitsaufgabe

Visualisieren Sie den Text in Form eines Mind Maps....


Die Arbeitsanweisung, einen Text bzw. einen bestimmten Textabschnitt in Form eines Mind Maps zu visualisieren, stellt ein kompetenzorientiertes Konzept dar, das mehrere Kompetenzbereiche und Kompetenzen einschließt. Neben den bei Visualisierungsaufgaben von Texten ganz allgemein geförderten Kompetenzen wie z. B. Lese-, Sprach- und Methodenkompetenz zählen auch der Erwerb einer allgemeinen Text- und Bildkompetenz dazu. Beim Mind Mapping zur Visualisierung von Wissen stehen dabei im Umgang mit literarischen und pragmatischen Texten Fähigkeiten wie das Erfassen von Inhalt und Aussagen und/oder die Erfassung des Funktionszusammenhangs von Inhalt, Sprache und Aussage im Mittelpunkt. Damit soll das Textverständnis, das strukturierte Wissen über einen Text, dokumentiert werden. Dient die Visualisierung dazu noch dem Meinungsaustausch über ein bestimmten Text oder Textabschnitt, z. B. im Rahmen einer Präsentation, Präsentationsprüfung u. ä m. wird darüber hinaus kommunikative Kompetenz verlangt. (→Die komplexe Arbeitsaufgabe)

So gehen Sie am besten vor

  1. Erfassen Sie den Inhalt und Aufbau des Textes möglichst genau. Greifen Sie dazu auf eine oder mehrere der folgenden Möglichkeiten zurück:
  1. Listen Sie die wichtigsten Textbegriffe auf und ordnen Sie diese nach Oberbegriffen und untergeordneten Begriffen/Konzepten. Sie können dabei auf die Vorarbeiten bei der Kernbegriffs-Methode oder ihrer Gliederung des Textes in Sinnabschnitte zurückgreifen. "Verdichten" Sie dabei die begrifflichen Konzepte so, dass ihr Inhalt möglichst in einem oder zwei Worten ausgedrückt wird. Sätze oder satzartige Formulierungen sollten Sie nämlich bei der grafischen Umsetzung in das Mind Map tunlichst vermeiden.

  2. Beginnen Sie den grafischen Umsetzungsprozess ihres strukturierten Textverständnisses in ein Mind Map damit, dass Sie sich noch einmal die wichtigsten Gestaltungsprinzipien für Mind Maps zur Visualisierung von Wissen (also auch Wissen über einen Text!) vor Augen führen.

  3. Erstellen Sie dann einen ersten Entwurf eines Mind Maps, indem sie die erarbeitete hierarchische Struktur der Begriffe auf den jeweiligen Verzweigungsebenen abbilden.

  4. Überprüfen Sie diesen Entwurf und überlegen Sie, ob er das von Ihnen erarbeitete Textverständnis angemessen abbildet. Nehmen Sie gegebenenfalls Korrekturen vor oder ergänzen Sie noch fehlende Gesichtspunkte. Achten Sie bei der Gestaltung auch darauf, dass Sie den Ästen, Zweigen und weiteren Verästelungen hinreichend Raum lassen müssen. Überarbeiten Sie Ihren Entwurf, bis er den gestellten Anforderungen entspricht.

  5. Gestalten Sie die Endfassung Ihres Mind Maps, indem Sie z. B. für eine ausgewogene Raumaufteilung sorgen, Äste und Verzweigungen farblich markieren, gleichartige oder bewusst anders gestaltete Umrandungen von Begriffen/Konzepten vornehmen und - sofern möglich - auch allgemein verständliche Symbole an Stelle von sprachlichen Begriffen verwenden.

  6. Versehen Sie am Ende Ihr Mind Map mit einer Überschrift, die Sie am besten, mit etwas Abstand, oberhalb des Mind Maps anbringen. Achten Sie insgesamt auf eine saubere, anschauliche und übersichtliche Gestaltung.

  7. Geben Sie dann unter dem Mind Map, mit etwas Abstand, am besten rechtsbündig, das Erstellungsdatum an und nennen Sie den Text bzw. Textabschnitt, auf den sich das Mind Map bezieht, mit den entsprechenden bibliografischen Angaben wie Sie sie vom Zitieren kennen ( z. B. Erscheinungsort, Erscheinungsdatum, ggf. Verlag und - nicht zu vergessen die Seitenangabe, wenn es sich um einen bestimmten Textabschnitt handelt.)

Wenn Sie diesem Fahrplan folgen, können Sie, sofern Sie bei der Texterfassung nicht völlig daneben liegen, damit rechnen, dass Sie die Aufgabe angemessen gelöst haben. (vgl. Kriterien zur Beurteilung)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 06.09.2016

 

  

 
 

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Creative Commons Lizenzvertrag Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International License (CC-BY-SA) Dies gilt für alle Inhalte, sofern sie nicht von externen Quellen eingebunden werden oder anderweitig gekennzeichnet sind. Autor: Gert Egle/www.teachsam.de