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Weiche Faktoren

Konstruktive Unzufriedenheit


Zu den sog. weichen Faktoren erfolgreicher Teamarbeit gehört die Einnahme einer Haltung, die man konstruktive Unzufriedenheit nennen kann. 

Wer konstruktiv unzufrieden ist, sorgt für kontinuierliche Verbesserung

Teamarbeit lebt von der Herausforderung und ihrer erfolgreichen Bewältigung. Wo beides fehlt, kommt es schnell zu Motivationsverlusten, die die Teamleistung deutlich herabsetzen. Wenn ein Team auf die Dauer gesehen seine Innovations- und Leistungsfähigkeit nicht verlieren will, sollte es insgesamt und jedes  ihrer Mitglieder, ständig auf der Suche nach Neuem und Verbesserungen sein. 

Was in Lean Management-Konzepten und dem japanischen Kaizen als Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung bezeichnet wird, mancherorts von besonderen CIP-Teams (CIP= Continuous Improvement Process) angeleitet und umgesetzt wird, ist Richtlinie und Haltung zugleich. 
Denn dabei wird von allen Beteiligten - gleichgültig auf welcher Ebene oder im Team - verlangt, genau zu beobachten, was geschieht, Fehler zu erkennen und selbständig Abhilfe zu schaffen. 
Indem das Team der "Idee der stetigen Verbesserung in kleinen Schritten" (Kaizen) folgt, vermeidet es die Motivationsverluste und weist sich als ein lernendes System aus, das einen kontinuierlichen Fortschritt erzielt. Dieses Prinzip geht auf die Arbeiten W. Demings (1985) zurück. Das sogenannte Deming-Wheel zeigt, wie dieser stetige Verbesserungsprozess vonstatten geht. Indem sich das Rad mit seinen vier gleichermaßen wichtigen Aspekten Planung, Ausführung, Kontrolle und Korrektur dreht, wird ein Fortschritt erzielt, der sich auf der Basis eines steigenden Qualitätsbewussteins vollzieht.

Bahnbrechende Innovationen und kontinuierliche Verbesserung in kleinen Schritten sind in einem lernenden System wechselseitige Ergänzungen. Natürlich ist es von Vorteil, wenn einem Team eine sensationelle Innovation gelingt, die das Gewesene revolutioniert, aber insbesondere die kleineren Schritte, die aus der Grundhaltung konstruktiver Unzufriedenheit erwachsen, sichern auf Dauer die Kontinuität des lernenden Systems und führen zu einer kontinuierlichen Verbesserung oder zu einer Intensivierung von Weiterentwicklungen.

(vgl. Schneider 1996, S.72, vgl. Haug 1998, S.44f.)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013
 

              
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