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Teamführung

Teamleader und rollierendes Führungsprinzip


Die Prinzipien der Teamführung haben für den Erfolg von  Teamarbeit große Bedeutung.

Teamarbeit nicht per se "demokratisch"

Vor allem in betrieblichen Zusammenhängen darf unter Teamarbeit nicht ein per se "demokratisches" oder gar irgendwie "antiautoritär" geartetes Konzept der Zusammenarbeit verstanden werden. Auch wenn von den Beteiligten bestimmte, d.h. andere soziale Qualifikationen verlangt werden, als in rein  hierarchisch orientierten Organisationsstrukturen, so kann unter Umständen eine mehr oder weniger direktiv geführte Gruppe ein besseres Team sein als eine Gruppe "demokratisch" verfasster Gleichgestellter. (vgl. Haug (1998, S.27) Entscheidend für den Teamerfolg ist daher die Art und Weise, wie ein Team vom Teamleader geführt wird.

Team-Leader - "Spezialist für das Koordinieren von Spezialisten"

Mit der plakativen Formel "Zug statt Druck" lässt sich die Aufgabe eines Team-Leaders treffend umschreiben. Der Team-Leader

  • wird entweder von der Instanz, die über die Bildung eines Teams entschieden hat, bestimmt oder von den Teammitglieder selbst gewählt 
  • kann je nach der Erfahrung eines Teams und der zu bewältigenden Aufgabe auch rollierend besetzt werden.

Rollierendes Führungsprinzip

Die Teamführung kann durch ein rollierendes System die Erfolgschancen von Teamarbeit erhöhen. Jedes Teammitglied übernimmt dabei nach einem vorher festgelegten Plan und eindeutigen Regeln für eine gewisse Zeit oder für einen bestimmten Prozessablauf die Rolle des Team-Leaders. Haug (1998, S.28) spricht sich mit folgenden Argumenten für das rollierende Führungsprinzip aus:
"Lernen dagegen alle Mitglieder von Anfang an, sich Führungsaufgaben zu stellen, wenn im Team ein Bedürfnis danach aufkommt, erhöht sich die Reaktionsfähigkeit, und es ist gewährleistet, dass ein Team jederzeit handlungsfähig ist." 
 

Rollierendes Führungsprinzip Statisches Führungsprinzip 
  • abwechselnde Leitung des Teams

  • Nutzung der unterschiedlichen Kompetenz einzelner Teammitglieder in bestimmten Phasen 

  • Zugewinn an Flexibilität bei verschiedenen Aufgabenprofilen während der Teamarbeit

  • immer die gleiche Person

  • gewisse Unselbständigkeit der Teammitglieder

  • Spezifische Kompetenzen für einzelne Prozesse werden für die Teamführung nicht genutzt

  • Möglichkeit zur Manipulation von Entscheidungen nach den Interessen eines einzelnen Team-Leaders

  • bei Ausfall des Team-Leaders droht Handlungsunfähigkeit des Teams

Wenn ein Team keine eigenen Selbststeuerungsinstrumente entwickelt bzw. entwickeln kann, wird Führung von außen zur zwingenden Notwendigkeit, um den Teamerfolg zu ermöglichen. 

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 29.09.2013
 

     
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