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Mind Mapping macht sich
bestimmte Leistungen unseres Denkens zu nutze. Unser Gehirn muss eine Vielzahl von Informationen verarbeiten. Am besten
gelingt dies, wenn beide Gehirnhälften an der Informationsaufnahme und -verarbeitung
beteiligt sind. Wenn diese Informationen dann miteinander zusammenhängende Strukturen
(Assoziationen) bilden, können wir uns wieder leicht an die einzelnen Informationen
erinnern. Wenn unser Gehirn bestimmte Informationen abruft, arbeitet es mit
Assoziationen. Es ruft dabei jene Informationen ab, die sich an einem Assoziationsstrang
befinden, Informationen also, die miteinander verknüpft sind. Genauso geschieht es in den beiden nachfolgenden Beispielen. Bestimmte
"Aufhänger" machen es möglich, dass neue Wahrnehmungen, Eindrücke, Gedanken,
Gefühle, Informationen mit den "alten" Strukturen verbunden bzw. vernetzt
werden können.
Beispiele:
- Im Kino riecht man den Duft eines uns wohlbekannten Parfüms. Schon werden durch diese
Geruchswahrnehmung Erinnerungen an eine verflossene Liebe, an Orte, an Zärtlichkeiten und
u. U. Anfeindungen geweckt. Die Eindrücke und Gefühle vergangener Tage werden wieder
aktiviert.
- Auf einer Fete wird ein bestimmtes Musikstück gespielt. Sofort stehen einem die
Erinnerung an einen Urlaub, an die damit verbundenen Ereignisse und Erlebnisse wieder vor
Augen und erlebt man Gefühle jener Tage erneut.
Besonders gut kann man sich dann erinnern, wenn Tätigkeiten, also auch das Lernen, mit
Gefühlen und möglichst vielen Sinneseindrücken aus der rechten Gehirnhälfte verbunden
sind.
"Mind Mapping verhält sich für das Denken, Bearbeiten, Entwickeln oder
Erinnern so wie hochwirksamer Dünger für gesundes Baumwachstum: es kurbelt und
beschleunigt das Sprießen der Ideen und Gedanken an, es hinterlässt ein prächtiges und
buschiges Gerüst mit unendlichen Knospen, an denen neue Blüten oder Blätter oder Zweige
ansetzen, und so weitgefiedert bis
, und da fängt die Komponente der Zeit an zu
wirken: bis theoretisch ins Unendliche." (Maria Beyer,
1995)
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