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Suchmethoden im WWW

Überblick

 
 
Wer im Internet oder im World Wide Web (WWW) eine bestimmte Information sucht, muss sich für eine Suchmethode oder für eine Kombination von Suchmethoden entscheiden. (vgl. Internet-Recherche-Protokoll)

Die für alle Situationen am besten geeignete Suchmethode gibt es nicht

Es ist fast nicht auszurotten: Wer andere danach fragt, wie man am besten zu den gewünschten Informationen aus dem Internet gelangt, erhält häufig eine ziemlich eindeutige Antwort.
"Die Suchmaschine XY ist die mit Abstand beste!"
Dabei wird übersehen, dass die Zuhilfenahme von Suchdiensten nur eine der möglichen Suchmethoden ist, um eine bestimmte Information zu bekommen. Und ihre Nutzung ist nicht immer der günstigste, d.h. schnellste Weg zum Ziel.

Wer beispielsweise Informationen eines bestimmten Markenherstellers über eines seiner Produkte haben will, braucht nicht unbedingt eine Suchmaschine zu bemühen. (» Try-and-Error-Suche)  Die Adresse des Markenherstellers hat der Nutzer nämlich meist schon im Kopf.

  • Wer z.B. sich über einen bestimmten Autotyp der Marke BMW informieren will, braucht nur die wahrscheinlich dazugehörige URL in das Adressfeld eingeben (www.bmw.de), schon wird er auf der BMW-Homepage landen.
  • Und selbst wenn man diese Adresse nicht weiß, kann man die in den Internet Explorer implementierte Keyword-Suche bemühen, in dem man ganz einfach den Begriff "bmw" in das Adressfeld eingibt. (»»Keywords by Realnames) Mit dem Keywords-Service von Realnames, der im Internet Explorer und in manchen Suchdiensten implementiert ist, wird man, sofern sich ein Unternehmen das betreffende Keyword gegen Bezahlung gesichert hat, auf die gewünschte Webseite geführt.

Wer nicht weiß, wie man sucht, versinkt auch mit "Googlen" im Informationsdschungel

Neuere Studien, wie z.B. die der Sheffield University aus dem Jahre 2008, dass es ohne kompetenten Umgang mit diesen Suchtechnologien eben in diesem Datendschungel kaum ein Durchkommen gibt. Insbesondere Jugendliche, die oft meinen, mit "Google" finden man stets alles Wichtige, wissen danach längst nicht so gut mit neuen Technologien umzugehen, wie oft angenommen wird. "So können die meisten Angehörigen der sogenannten 'Generation Google’ (Hervorh. d. Verf.) kaum mit den zahlreichen Informationsquellen im Internet umgehen; sie recherchieren nur oberflächlich und ungenau. Viele sind kaum mit Suchmaschinen vertraut und nutzen lediglich Angebote wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia zur Recherche. Generell wissen die jungen Nutzerinnen und Nutzer über verschiedene Informationsangebote des Webs längst nicht so gut Bescheid wie über beliebte soziale Netzwerke, zum Beispiel Facebook. Laut der Studie fällt es Jugendlichen zudem schwer, fundiertes Wissen von privaten Meinungen einzelner Userinnen und Usern, die sich beispielsweise anhand von Blog-Postings kundtun, zu unterscheiden. Oft wird nur eine Quelle zu Rate gezogen und nicht weiter recherchiert. 20 Prozent der jungen Nutzerinnen und Nutzer interessieren sich sogar kaum für den Computer – sie gelten als sogenannte ‚digitale Dissidenten’. Fundiertes Wissen über die neuen Technologien scheint jedoch für die Zukunft als äußerst bedeutungsvoll und sollte im schulischen Bereich vermehrt mit speziellen Angeboten vermittelt werden." (www.shef.ac.uk) (aus: (merz, 3(2008). S.3)

Mit Social Bookmarks im Web 2.0 den Überblick bewahren

Auch ein weiteres macht "Googeln" nicht immer zum Erfolgserlebnis. Die Suchergebnisse, die man nach Eingabe entsprechender Suchbegriffe erhält, sind nämlich in der Regel nicht unbedingt sinnvoll geordnet. Dafür bieten sich mit dem Web 2.0, dem so genannten Mitmach-Web ganz neue Lösungen an, die unter dem Schlagwort Social Bookmarks zusammengefasst werden.
Social Bookmarks sind übersetzt einfach "soziale Lesezeichen". "Sie stellen eine Form der User-Beteiligung in Online-Netzwerken dar. Alle Mitglieder von solchen – in der Regel kostenfreien – Social Bookmarks-Netzwerken können mit Hilfe von Social Bookmarks die auf den Netzwerkseiten veröffentlichten Inhalte gemeinsam ordnen. Je nach eigenem Interesse können einzelne Beiträge mit Lesezeichen erstellt, kommentiert und mit Schlagwörtern versehen werden. Dadurch ergibt sich eine Form gemeinschaftlicher Indexierung, die es erlaubt, Beiträge nach verschiedenen Kategorien zu ordnen."
Schnell lassen sich so die  meistgelesenen oder beliebtesten Beiträge zu bestimmten Themen und Schlagwörtern finden. Und wer will kann auch den Empfehlungen einer bestimmten Person folgen. Und anwenden lässt sich das auf alles, was im Netz zu finden ist, Texte, Podcasts, Videos oder Links. "Für die Nutzerinnen und Nutzer ergeben sich aus der kollektiven Sammlung und vor allem Ordnung von Inhalten – gegenüber normalen Suchmaschinen – mögliche Vorteile. Beispielsweise wird sowohl die gezielte Suche nach als auch das einfache Stöbern in bestimmten Themenbereichen erleichtert. Denn Texte und Inhalte werden von denjenigen geordnet, die sie auch wirklich gelesen haben und daher angemessener einschätzen können als ein programmierter Suchfilter (aufgrund der hohen Subjektivität von Ordnungsmaßstäben und inhaltlichen Präferenzen ist dies allerdings keine Qualitätsgarantie). Zudem kann eine Nutzerin oder ein Nutzer die Lesezeichen anderer mit ähnlichen Interessen einsehen und darüber gezielt für sie oder ihn selbst relevante Beiträge finden. Prominente Beispiele für die textorientierte Social Bookmark Netzwerke sind unter anderem. http://del.icio.us; www.webnews.de oder www.mr-wong.de" (aus: 3(2008). S.4)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 07.09.2016
 

     
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