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Concept Mapping

Kärtchenmethode


Concept Mapping ist eine Methode, verfügbares deklaratives Wissen in einem hierarchisch strukturierten Begriffsnetzwerk zu visualisieren. Concept Maps versuchen Konzepte, die verschiedene Arten von Wissen (Faktenwissen, Anwendungswissen, Handlungswissen, explizites Wissen und implizites Wissen) repräsentieren, mit ihren Relationen und Propositionen in einem Begriffsnetzwerk zu veranschaulichen, in dem sie jeweils Bedeutung gewinnen.
Anders ausgedrückt: Concept Maps veranschaulichen dass, was jemand oder eine Gruppe von Menschen über ein Thema, eine Sache oder ein Problem weiß, und stellen dieses Wissen so dar, dass die sachlogischen Zusammenhänge der verschiedenen Wissenselemente als eine miteinander vielfältig vernetzte Struktur erscheint.

Kärtchenmethode - ein Weg zur Verkürzung und niveauorientierten Arbeit mit Concept Maps

Das Erstellen von Concept Maps erfolgt im Allgemeinen in einem komplexen Arbeitsprozess, der 9 Arbeitschritte umfasst.

  1. Festlegung des Themas

  2. Konzepte sammeln

  3. Clusterbildung

  4. Ranking

  5. Grundstruktur der Concept-Map erstellen

  6. Konzeptdifferenzierung

  7. Überarbeitungen

  8. Grafische Gestaltungselemente hinzufügen / Concept Map formatieren

  9. Titel (ggf. mit Fokus-Question), Datum und Urheber hinzufügen

Ein derartiges Arbeitsprogramm lässt sich indessen nicht immer durchführen und es gibt natürlich auch etliche methodisch-didaktische Erwägungen, weshalb man davon abweichen sollte (raum-zeitliche Rahmenbedingungen, Niveau der Lerngruppe u. ä. m.)
Dabei ergeben sich dann natürlich auch jeweils anderes Schwerpunktsetzungen im Concept Mapping-Prozess. Liegt dieser nicht so sehr bei Themenfindung, Themeneingrenzung und dem eigenständigen oder angeleiteten Sammeln von Konzepten/Begriffen zu einem bestimmten Wissensgebiet, lässt sich das Ganze natürlich auch abkürzen.
Bei der nachfolgend "Kärtchenmethode" genannten Verfahren, beim dem die für das Thema wichtigen Begriffe/Konzepte den Schülern auf Kärtchen zur weiteren Arbeit präsentiert werden, können dabei durchaus unterschiedliche Kompetenzniveaus, ohne Anspruch auf allgemeine Gültigkeit, beschrieben werden:

  • Auf einem unteren Kompetenzniveau ordnen die Schülerinnen und Schüler die auf der Konzeptliste in Kärtchenform (→Listing-Methode) vollständig dargebotenen Wissenselemente/Konzepte nach Ober- und Unterbegriffen und erstellen dabei nacheinander die Cluster-Liste und die Ranking-Liste. Im Anschluss daran entwerfen Sie eine erste Grundstruktur und bezeichnen die ihnen in einer eigenen Liste bzw. auf Kärtchen vollständig angebotenen Beziehungen der Konzepte (Relationen und Propositionen).

  • Auf einem mittleren Kompetenzniveau ordnen die Schülerinnen und Schüler die auf der Konzeptliste in Kärtchenform (→Listing-Methode) nicht vollständig dargebotenen Wissenselemente/Konzepte nach Ober- und Unterbegriffen und ergänzen die nötigen Begriffe; Sie erstellen daraus  nacheinander die Cluster-Liste und die Ranking-Liste. Im Anschluss daran entwerfen Sie eine erste Grundstruktur und bezeichnen die ihnen in einer eigenen Liste bzw. auf Kärtchen nicht vollständig angebotenen Beziehungen der Konzepte (Relationen und Propositionen).

  • Auf einem höheren Kompetenzniveau ordnen die Schülerinnen und Schüler die auf der Konzeptliste in Kärtchenform (→Listing-Methode) nicht vollständig dargebotenen Wissenselemente/Konzepte; sie ergänzen die nötigen Begriffe, insbesondere Oberbegriffe. Sie erstellen daraus nacheinander die Cluster-Liste und die Ranking-Liste. Im Anschluss daran entwerfen Sie eine erste Grundstruktur und bezeichnen Beziehungen der Konzepte mit geeigneten Relationen und Propositionen).

Ein Beispiel wie man bei der Kärtchenmethode vorgehen kann, findet sich auf der Webseite der Max-Eyth-Schule Schiffdorf zum Thema Berechnung des Bruttoinlandsprodukts:

Die Aufgabe ist mit dem folgenden Arbeitsauftrag versehen:

"Die Schüler erhalten zu einem bestimmten Themengebiet kleine Karten, auf die ausgewählte Begriffe des Themengebietes geschrieben worden sind. Die Schüler schneiden die Kästchen aus und ordnen sie sinnvoll an. Die Zusammenhänge werden durch Linien verdeutlicht, wobei die Art der Beziehung kurz und prägnant auf dem Pfeil notiert wird. Die Verknüpfung kann linear oder auch verzweigt sein."

(aus: http://www.mes-schiffdorf.de/downloads/doc_download/36-die-concept-map.html)

 

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