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Texte als Schaubilder visualisieren

Arbeitsschritte

Arbeit mit Texten  – Texte erfassen

 
ARBEITSTECHNIKEN
● Glossar ▪ 
Arbeit mit Bildern ▪ Arbeitstechnik Visualisieren ▪ Arbeit mit Texten ▪ Arbeitsaufträge ▪ Operatoren ▪ Texte erfassen ▪ Überblick ▪ Lesen ▪ Markieren und Hervorheben ▪ Exzerpieren ▪ Konspektieren ▪ Reduktionstechnik ▪ Bearbeitungsstrategien von Texten ▪ Inhalt eines Textes erfassen ▪ Hauptthema eines Textes erfassen ▪ Gedankengang eine Textes erfassen [ ▪ Texte als Schaubilder visualisieren  ▪ Didaktische und methodische Aspekte ▪ Überblick  ▪ Schreibaufgaben ▪ Operator Visualisieren ► Arbeitsschritte ◄ ▪ Beispiele ▪ Textauswahl ▪ Bausteine ] ▪ Texte verstehen ▪ Texte verfassen - Schreiben ▪ Zitieren ▪ Lesekompetenz ● Schreibkompetenz
 

Wie geht man am besten vor?

Jeder hat seine eigenen Schreiberfahrungen gemacht und eine individuelle Schreibentwicklung hinter sich. Das ist natürlich auch im Zusammenhang mit der ▪ Visualisierung von Texten in Form von Schaubildern der Fall.

Ungeachtet dessen kann man sich einmal Gedanken darüber machen, wie man den Schreib- bzw. Gestaltungsprozess bei Schreibaufgaben, die eine gesonderte Erstellung eines Schaubildes zu einem Text nach dem Muster "Visualisieren Sie..." verlangen,angehen und organisieren kann.

Das Schreiben als Prozess auffassen

Um einen Text zu visualisieren, ist es sinnvoll die Produktion einer Textvisualisierung als Prozess aufzufassen, der einem bestimmten Grundmuster folgt. Dabei kann man auf das ▪ allgemeine Prozessmodell des Schreibens (Flower und Hayes1980) zurückgreifen und Ablauf von "Arbeitsschritten" in einem ▪ mehrstufigen Schreib- bzw. Gestaltungsprozess organisieren.

Dieses Grundmuster besteht aus vier rekursiven Teilprozessen: Planen (planning) - Formulieren (translating) - Überarbeiten (reviewing) (bzw. "Vorbereiten - Rohfassung schreiben - Überarbeiten" (vgl. Kruse/Ruhmann 2006, S.23, Hervorh. d. Verf.) folgen. Rekursiv bedeutet dabei, dass man sich das Zusammenwirken oder die Verzahnung der Teilprozesse nicht so vorstellen darf, als ob sie einfach linear einer nach dem anderen zu durchlaufen sind. Stattdessen sind sie in vielfältiger Weise aufeinanderbezogen und können immer wieder Auslöser von Formulierungen bzw. Gestaltungen im ganzen Schreibprozess werden.

 

Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch, dass das Modell von Hayes und Flower"in seinem Kern ein Problemlösemodell (ist), das die Textproduktion als eine Aufgabe versteht, die unter Einsatz verschiedener, insbesondere kognitiver und sprachlicher Ressourcen sukzessive gelöst wird." (Forschungshandbuch empirische Schreibdidaktik (German Edition) (Seite31). Waxmann Lehrbuch. Kindle-Version)
Aus diesem Grund ist auch der Begriff "Phasen" zur Bezeichnung der wesentlichen Prozesse im Modell von Hayes und Flower problematisch, auch wenn er immer wieder verwendet wird.

Modell eines mehrstufigen Schreibprozesses

Auf das Visualisieren von Texten könnte das allgemeine Prozessmodell des Schreibens vereinfacht wie folgt angewendet werden:

Planen In der Planungsphase wird der Text erfasst. Dabei richtet sich das Augenmerk auf die äußere und innere Textstruktur. Hier für bedarf es vor allem ▪ inhaltliche Kompetenz und ▪ Strukturierungskompetenz im Schreibprozess. (Beispiel)
  • Die äußere Textstruktur umfasst die Gliederung des Textes durch Absätze und Leerzeilen, die Hinweise auf einzelne Sinnabschnitte des Textes geben können. Besonders wichtig sind auch Nummerierungen oder Zwischenüberschriften, die die Inhalte und Aussagen des (Ausgangs-)Textes strukturieren.

  • Bei der inneren Textstruktur geht es um den inhaltlichen, gedanklichen und argumentativen Aufbau eines Textes. Hier sind inhaltliche ▪ Sinnabschnitte oder Argumentationsstrukturen (die Art und Weise, wie Sachverhalte dargestellt und begründet werden) entscheidend. Dafür gibt es unterschiedliche Arbeitstechniken (▪ Den Inhalt eines Textes erfassen, ▪ Den Gedankengang eines Textes erfassen). Diese Strukturierungsaufgabe ist das Fundament, auf dem die im Anschluss daran zu gestaltende Visualisierung ruht. (Strukturierungskompetenz)

Formulieren / Gestalten / Entwerfen In der Formulierungs- bzw. Entwurfsphase wird zunächst entschieden,
  • auf welche Art und Weise das Strukturbild erstellt werden soll (z. B. handschriftlich oder mit Hilfe eines Computerprogramms)

  • welche textlichen, grafischen, typografischen und bildlichen Elemente bei der Erstellung des Strukturbildes zum Einsatz kommen sollen.

Überarbeiten und Fertigstellen

In der Überarbeitungsphase wird die endgültige Fassung des Strukturbildes erstellt.

Dabei wird noch einmal an Hand des Textes überprüft, ob die erforderlichen Informationen im Strukturbild verarbeitet und in geeigneter Form zueinander in Beziehung gesetzt worden sind.

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 17.09.2026

 

 
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