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Arbeitsschritte beim Kurzvortrag

Stichwortzettel


Beim sechsten Arbeitsschritt zur Vorbereitung eines Kurzvortrages wird ein wichtiges Hilfsmittel für den Vortrag des Kurzvortrages erstellt: der Stichwortzettel. Der Stichwortzettel, mitunter auch Stichwortmanuskript genannt, dient beim freien oder halbfreien Vortrag eines Referates als Wegweiser und Gedächtnisstütze.

Damit das funktioniert, muss der Stichwortzettel

  • übersichtlich gestaltet

  • gut lesbar

  • und stimmig in das Gesamtkonzept eingepasst sein.

Auf jeden Fall muss er Anordnung, Beziehung und Reifenfolge der Gedanken wiedergeben.

  • Dabei ist es natürlich sehr hilfreich, wenn einzelne strukturell zusammengehörende Aspekte mit gleichen Farben oder mit der gleichen Schriftgröße hervorgehoben werden.

  • Pfeile, Symbole usw. verdeutlichen den Gedankenablauf.

Ein paar Tipps können hilfreich sein:

  • Stichwörter und ggf. die Gliederung des Referats groß und übersichtlich notieren

  • Blätter nur einseitig beschriften / drucken und durchnummerieren

  • Zusammenhänge, Gelenkstellen etc. handschriftlich mit Unterstreichungen oder Textmarkern, computergestützt mit verschiedenen Formatierungen (Schriftarten, Zeichengröße, Fett- oder Kursivdruck) hervorheben

  • Bei handschriftlichen Verbesserungen nicht durchstreichen oder dazwischen schreiben, sondern überkleben oder neues Blatt anfertigen /ausdrucken

Feste Muster gibt es nicht

Ein verbindliches Muster für den Stichwortzettel gibt es nicht (vgl. Beispiel). Man kann ihn also in den unterschiedlichsten Formen - z. B. auch als Mind-Map - gestalten. Für die Wahl der einen oder der anderen Form können sachliche Gesichtspunkte sprechen  oder man hat einfach Vorlieben und Gewohnheiten, die sich bewährt haben. Die Gestaltung des Stichwortzettels hängt u. a. ab

1. Grundstruktur: Das Wesentliche nach Oberbegriffen geordnet

Auf dem Stichwortzettel lassen sich die wesentlichen Aussagen, am besten unter Thesen, Oberbegriffen oder Überschriften geordnet, in ihrer gedanklichen Anordnung notieren. Dabei unterstützen Pfeile, Symbole und gleiche und unterschiedliche Farben die Unterscheidung von Zusammengehörigem und Nicht-Zusammengehörigem.

Das nachfolgende Muster hat sich dabei bei verschiedenen Arten des Kurzvortrages bewährt (nach Motamedi 1993, S.92).

Grobgliederung

Einzelheiten

Medien

Zeit

       

Die Grobgliederung

In die linke Spalte des Stichwortzettels gehört der eigentliche rote Faden, der zusätzlich durch eine Farbe hervorgehoben werden sollte. An dieser Grobgliederung orientiert man sich beim freien bzw. halbfreien Vortrag seines Referates. Zugleich kann man - wenn man einmal abgeschweift ist - leicht diesen roten Faden in dieser Spalte wieder aufnehmen.

Die Einzelheiten

In der Spalte Einzelheiten werden genauere Ausführungen, Beispiele und Zitate untergebracht. Hier wird also alles Wesentliche notiert, was bei dem Kurzvortrag zur Sprache kommen soll.
In manchen Fällen ist es auch sinnvoll, einzelne, gedanklich besonders schwierige Passagen aus dem formulierten Manuskript einzufügen oder bestimmte Schlüsselformulierungen zu notieren, die sprachlich den Zugang zum Folgenden erleichtern.
Natürlich leisten in dieser Spalte kleine Zeichnungen und Symbole ganz besondere Dienste, wenn Sie als Schlüsselbegriffe fungieren können.

In jedem Falle sollten Sie das Unbedingt Nötige markieren und hervorheben und das eine oder andere von vornherein so planen, dass es unter Zeitdruck auch weggelassen werden kann.

Der Medieneinsatz

Gerade der Medieneinsatz will bei einem Kurzvortrag bzw. einem längeren Referat sorgfältig geplant sein. Ihr genauer Einsatz kann nach der Durchführung des nächsten Arbeitsschrittes »Die Präsentation vorbereiten« in ihrem zeitlichen Verlauf in den Stichwortzettel eingefügt werden.

Die Zeit

Auch dem erfahrensten Referenten kann es passieren, dass der vorgesehene Zeitrahmen für einen Kurzvortrag nicht ausreicht. Aus diesem Grunde sollte man bei seinem Kurzvortrag immer das Zeitbudget so planen, dass die einzelnen Grobgliederungspunkte, aber auch Einzelheiten in ihrer zeitlichen Dauer erfasst werden. Diese Zeitplanung gibt einem dann auch die Chance, weniger Wichtiges wegzulassen, wenn es einmal darauf ankommt.

2. Stichwortzettelgestaltung beim Fünfsatz

Die Stichwortzettelgestaltung beim Fünfsatz sieht dagegen anders aus. Seine konkrete Gestalt hängt von der Form des gewählten Fünfsatzes ab.

Ein Beispiel für die Form des »Gleichgewichts« (Aufsatzplan) zeigt die nachfolgende Darstellung:

     
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