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Säulendiagramme analysieren

Die Gestaltung untersuchen

 
 
 


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Säulendiagramme: Überblick - Einfaches Säulendiagramm - Gruppiertes Säulendiagramm - Gestapeltes bzw. unterteiltes Säulendiagramm -
Spannen-Säulendiagramm

 
   
Die Analyse eines Säulendiagramms umfasst auch die Gestaltung

Wer ein Säulendiagramm beschreiben und analysieren will, kommt um eine kritische Betrachtung der Gestaltung nicht herum. Dabei geht es nicht nur darum, ob das Diagramm für die gewählte Vergleichsart, Menge und Art der Daten überhaupt geeignet ist oder nicht ein anderes Diagramm den Sachverhalt besser visualisieren könnte.

Fragenkatalog zur Analyse der Gestaltung eines Säulendiagramms

  1. Um welchen Typ von Säulendiagramm handelt es sich?
    (z.B.  Einfaches Säulendiagramm - Gruppiertes Säulendiagramm - Gestapeltes bzw. unterteiltes Säulendiagramm - Spannen-Säulendiagramm

Bei der Analyse der Gestaltung eines Säulendiagramms sollte man einige wichtige Aspekte beachten.
In herkömmlichen Computerprogrammen zur Erstellung von Diagrammen wie dem in die Textverarbeitung Microsoft Word, Excel und Powerpoint integrierten Programm Microsoft Graph sind in den Standardeinstellungen schon eine Vielzahl dieser Layout- und Designgesichtspunkte berücksichtigt.

 

 

 

  • Die Achseneinteilung sollte die beabsichtigte Aussage klar und deutlich hervorheben.

  • Die Säulen müssen in gleicher Breite dargestellt werden.

  • Der Abstand zwischen den Säulen sollte im Allgemeinen eine halbe Säulenbreite betragen, aber maximal eine ganze Säulenbreite nicht überschreiten.

  • Das Diagramm und seine Elemente (Säulen, Skalen, Raster, Rahmen) müssen deutlich und dennoch unaufdringlich beschriftet werden.

    • Diagramme können auch ohne Skalen und Raster auskommen. In solchen Fällen kann man die Zahlenwerte direkt in oder auf das "Dach" der Säulen schreiben.

    • Dass man sogar darüber hinaus auch noch auf die Angabe der Zahlenwerte verzichten kann, um eine besondere (visuelle) Wirkung des Diagramms zu erzeugen, zeigt das folgende Beispiel. Allerdings sollte man die Zahlenwerte und die nötige Quellenangabe parat haben oder an anderer Stelle der Publikation aufführen.



Quelle: Greenpeace, www.greenpeace.ch/action43/ ozon_faq2.html

  • Im Allgemeinen sollte man keine Legenden zur Identifizierung von Säulen verwenden. Das Herumwandern der Augen von Legende zur Säule empfinden wir meistens als störend.

  • Säulen sollten, wenn wie in Zeitreihen keine zeitliche Entwicklung dargestellt werden soll, eine systematische Ordnung aufweisen. Zu denken ist dabei an eine Gruppierung der Säulen nach Größe, Alphabet oder nach einem anderen einsichtigen Merkmal. (s. Abb. unten: Asylbewerber 1999(

  • Schraffuren sind im Allgemeinen mit Vorsicht zu genießen. Grobe Schraffuren produzieren leicht einen Flimmereffekt vor unseren Augen, diagonale Schraffuren können dazu führen, dass senkrechte Säulen schief oder irgendwie geknickt aussehen. Auf jeden Fall sollte man keine Längs- und Querstreifen verwenden, da Längsstreifen bekanntlich dünn, Querstreifen dagegen eher dick machen.

  • 3D-Säulen (3D-Riser) sind abgesehen von einfachen und additiven Säulendiagrammen nicht unbedingt zu empfehlen. Die z.B. mit Microsoft Graph schnell erzeugten 3D-Säulen zum Vergleich von Kategorien- und Serienwerten (SD 7) wirken schnell unübersichtlich und überladen.

  • Die Farbwahl der einzelnen Säulen sollte kontrastreich und signifikant, aber nicht zu aufdringlich sein. Insbesondere sollte geprüft werden, wie sie in Graustufen beim Ausdruck auf einem herkömmlichen Schwarz-Weiß-Drucker wirken. (Das obige Diagramm Ozonverursacher ist dafür ein Negativbeispiel!)


Quelle: Bulletin ECOPOP Nr. 31, www.ecopop.ch/A2BULLETINS/ bulletins2000.htm, 12.9.03

  • Wenn gestapelte Säulen verwendet werden, muss aus der Beschriftung und dem Kontext klar hervorgehen, dass die Säulen aufeinander gestapelt und nicht hintereinander gestellt sind.

(vgl. Krämer 1994, S.44-52, Seifert 2001, S.34)

Gert Egle, zuletzt bearbeitet am: 15.05.2018

 
     
 


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